Mittwoch, 22. Juni 2011

Holundersekt - wieder kein Glück

Die letzten beiden Versuche mit Holunderblütensekt sind mir verschimmelt. Die Lösung des Problems der auftreibenden Blüten, die dann an der Oberfläche schimmeln können, sah ich in Teebeuteln und Kieselsteinen.

Die Holunderblüten habe ich zusammen mit einem Kieselstein in Teebeutel gefüllt, die ich verschlossen habe. Die Kieselsteine waren allerdings zu leicht und die Teebeutel zu lang, so dass sie immernoch an die Oberfläche kamen. Deswegen habe ich die Teebeutel mit einem Glas fixiert, so dass sie nicht aufschwimmen konnten.

Holunderblütensekt Teebeutel

Die Idee war soweit auch richtig. Es hat nichts geschimmelt.

Allerdings hat der Sekt nach drei Tagen auch noch nicht geperlt. Ein paar Tage später fing er an zu perlen, wurde aber gleichzeitig trüb. Der Geschmackstest verlief wenig erfreulich. Der Holundersekt ist diesmal "gekippt". Das ist dann wohl einfach Pech. Zumindest erschließt sich mir keine offensichtliche Fehlerquelle. Die Zusammensetzung der wilden Hefen an den Blüten ist vielleicht nicht immer so, dass man ein wohlschmeckendes Produkt erhält. Nach nun immerhin drei Fehlschlägen entmutigt, werde ich meine Bemühungen für dieses Jahr einstellen.

Kommentare:

  1. Hallo,
    deine Erfahrungen ermutigen mich. Klingt komisch, is aber so :-) Ich habe bereits zweimal erfolgreich Hollundersekt hergestellt. Dieses Jahr aber ging es zweimal daneben. Ich bin jetzt auch überzeugt, dass es am Wetter oder sonstigen Bedingungen lag und werde nächstes Jahr wieder einen ansetzen :-)
    Das Wasser hatte ich nie abgekocht, ich habe auch nie die Dolden unter Wasser, sondern einfach alles zusammen geschmissen, 12 oder 24 std. stehen lassen, abgefüllt und fertig.
    Die Bügelflaschen haben gehalten, ich trinke gerade die vorletzte Flasche aus dem letzten Jahr.
    Bis zum nächsten Jahr also!
    VG Ruth

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  2. wichtig ist täglich umrühren, wie schon bemerkt super sauber arbeiten und wenn du wirklich alkoholischen wein/sekt haben willst brauchst du weinhefe diese 2-3 tage vermehren in apfelsaft und dann ansetzen. wichtig ist das tägliche umrühren!!! oder du arbeites mit einer gär blase. wenn du sekt haben willst kannst du immer mit zucker nachlegen so das die hefekultur weiter futter hat so hast du den bizel efekt, ist aber nur möglich für den direkt verbrauch, habe ich noch nie in flaschen gefühlt. oder mit ganz wenig alkohol gibst rezepte die dann mit essig oder zitronensäure arbeiten. da arbeiten dann die speziellen heffe kulturen der hollerblühte. gutes rezept mit erklärung findest du hier:
    http://www.hbuehrer.ch/Holundersekt.html
    und nur einmal habe ich im netz nen rezept gefunden, das suche ich auch gerade, da wird ein hollerwein fertig ausgebaut (auch mit weinhefen) dauert ca 2-4 wochen und dann noch mal mit einer champerhefe versetzt und mit 30g zucker pro flasche abgefüllt und dann im rüttelbrett kopf über fertig gären lassen, wie echte flaschengärung halt. dann must du aber echte flaschengärungs flaschen benutzen. die wiegen ca 900g und normale sektflaschen nur 600g. und dann kopfüber lagern und vorm servieren den hefe boden im hals abgiessen. ganz grosse schule ist wenn du diesen satz mit trockeneis gefrierst absprengst mit hollersektauffühlst und dann korken drauf. aber ich hab selber nur bisher denn hollersekt mit der nachfütter variante paar rmal gemacht und möchte jetzt mal den flaschen ausbau probieren, was glaube ich auch schon einen recht hohen schwierigkeits grad hat.
    ps auch beim sirup, sekt und wein wenn mit einem offenen behälter gearbeitet wird: täglich rühren!!!

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    1. kleiner nachtrag:
      du brauchst nicht zwingend eine reinzuchthefe, es geht auch mit wilden hefen kann aber halt auch schief gehen und bei der arbeit möchte ich auch den genuß und so ne hefekultur kostet nur 3€ epes.

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