Mittwoch, 4. Januar 2017

Obstbaumpflanzung mit Unkrautvlies zum Freihalten der Baumscheibe

Für den möglichst raschen Aufwuchs kleiner Obstbäume ist es sehr förderlich, wenn die Baumscheibe von konkurrierenden Wurzeln frei gehalten wird. Bei den kleinwüchsigen Obstbäumen im Erwerbsobstbau gilt das also eigentlich immer, bei Halb- und Hochstämmen im Garten spielt es ab einer gewissen Baumgröße keine große Rolle mehr.

Sehr kleine Bäumchen können im hohen Gras auch einfach verloren gehen, regelrecht erstickt werden oder sie fallen wegen ihrer schlechten Sichtbarkeit der Mähmaschine zum Opfer (leider schon einige Male passiert).

Im konventionellen Erwerbsobstbau wird die Baumscheibe, also der Bereich um den Baum, durch regelmäßiges Spritzen mit einem Totalherbizid wie z.B. Roundup (Glyphosat) frei gehalten, bzw. das Unkraut regelmäßig vernichtet.

Alternativ kann man die Baumscheibe mit unterschiedlichen, wasserdurchlässigen Materialien abdecken. Als Mulchmaterial ausprobiert habe ich z.B. schon Pappkarton, Eichenlaub und Holzhäcksel, beliebt ist auch Grasschnitt oder Rindenmulch. Die Mulchschicht wird zumindest auf unserem Marschboden relativ schnell von Gräsern durchwachsen. Auf trockeneren Böden mag das besser funktionieren. Auf jeden Fall muss der Mulch regelmäßig erneuert werden, was auch wieder mit Arbeit und eventuell auch mit Kosten verbunden ist.

Die Alternative ist Unkrautvlies, das ich auch schon ausprobiert habe. Das relativ dünne schwarze Kunststoffvlies, dass ich bisher verwendet habe ist relativ steif und passt sich schlecht der Bodenkontur an und erzeug damit Falten, in denen sich Mäuse sehr wohl zu fühlen scheinen, entsprechend haben sie auch teilweise schon Löcher reingefressen.

Auch die Befestigung ist ein Problem, denn bei uns weht es manchmal recht doll und so sind schon einige Vliesstücke unter den Beerensträuchern weggeflogen. Auch wegen dem besseren UV-Schutz wird meist empfohlen, das Vlies mit Kies oder Rindenmulch abzudecken. Dann fliegt es natürlich auch nicht mehr so leicht weg, aber Rindenmulch muss erneuert werden und bildet Humus über dem Vlies, worauf dann Unkraut wächst, was das Vlies mit den Wurzeln durchstößt...
Kies ist teuer und ich finde er hat im Nutzgarten nichts zu suchen, der fliegt dann nur immer da rum, wo man gerade Graben möchte...

Zufällig habe ich noch ca. 30-50 kleine Obstbäumchen in Töpfen stehen, die dringend gepflanzt werden müssen (wer Lust hat zu helfen, kann sich gerne melden) und zufällig hat mich der Onlineshop www.TopUnkrautvlies.com gefragt, ob ich nicht ihr Vlies testen und darüber berichten möchte. So ist kurz vor Weihnachten eine große Rolle mit 90 Quadratmetern 200 g/qm-Unkrautvlies bei mir eingetroffen. Das ist die richtig schwere Qualität, denn das Vlies soll ohne weitere Abdeckung möglichst 10 Jahre halten. Zum Vergleich, mein altes Vlies hatte glaube ich 80 g/qm.
90 qm Unkrautvlies 200 g/qm
Das Vlies ist etwas gräulicher, als auf dem Foto zu sehen und fühlt sich ungefähr an wie Bastelfilz (eventuell eine preiswerte Alternative dazu). Der Quadratmeter Vlies kostet in dieser Qualität 1,90 €. Verpackt war es in einem dünnen schwarzen Vlies, das für das Gemüsebeet völlig ausreichen dürfte, also durchaus sinnvoll verwendbar und damit praktisch abfallfrei.

Das Vlies lässt sich mit einer normalen Haushaltsschere recht gut schneiden, ich habe durch Umklappen einfach ein ungefähr quadratisches Stück abgemessen.
Unkrautvlies mit der Schere schneiden
Zum Bäume pflanzen benötigt man außerdem:
Werkzeug: Spaten, eventuell Hacke, Harke, Vorschlaghammer, Schere, Gartenschere, Schubkarre, Gießkanne, Blechschere/Drahtschere
Verbrauchsmaterial: Baum, Pfahl, Stammschutzdraht, Wühlmausschutzdraht, Band zum anbinden (ich nehme in diesem Fall Werbeschlüsselbänder), Erde (muss nicht unkrautsamenfrei sein), Gießwasser (2-3 Kannen à 10 Liter), Erdnägel aus Plastik oder Aluminium (einen Stahlnagel möchte man nicht in die Mähmaschine bekommen).
Material Obstbaumpflanzung
Zunächst befreit man die Fläche etwas größer als das Vlies oberflächlich vom Bewuchs und gräbt dann ein Pflanzloch mit ca. 3 Spatenbreiten im Quadrat und zwei Spaten tief gelockert.
Pflanzfläche mit Pflanzloch
Mit etwas zusätzlicher, lockerer Erde füllt man das Pflanzloch ungefähr so weit auf, bis der Baum von der Wurzellänge her gut passt, dann legt man den Wühlmausdraht hinein (in diesem Fall nicht optimal, weil der Draht die falschen Maße hat). Am besten arbeitet man nun zu zweit: Einer hält den Baum, der andere schüttet die Erde an. Gut angießen, Pfahl daneben einschlagen und Stammschutz am Pfahl befestigen. Fläche mit der Harke einebnen. Obstbaum angegossen
Nun schneidet man das Vlies entweder von einer Seite ein oder macht ein passendes Kreuz in der Mitte und legt es um den Stamm und den Pfahl. Das Vlies saugt sich sehr gut mit Wasser voll, was bei dem sehr starken Wind gerade sehr nützlich war. So liegt es auch gut am Boden an.
In den Ecken sticht man mit der Schere oder einem Messer ein kleines Loch und drückt jeweils einen Erdnagel hinein, damit das Vlies nicht wegfliegen kann und damit die Seiten möglichst plan liegen und das Vlies beim drum herum mähen nicht ins Messer der Mähmaschine oder des Rasenmähers gerät. Ich habe das Vlies seitlich eingeschnitten und es dann überlappend übereinander gezogen und mit einem Erdnagel verbunden.
Unkrautvlies Obstbaum befestigt
Da der Boden nun sehr weich ist, sollte man das Vlies nur leicht andrücken, aber nicht drauftreten, wie ich es gemacht habe, sonst gibt es ein paar mehr Falten.
Beim nächsten Baum sieht das bestimmt schon noch schicker aus.

Der Onlineshop, der mir das Vlies gestellt hat, führt leider kein Befestigungsmaterial. Ich hatte die Plastikerdnägel noch von einem schrottigen Minifolientunnel übrig, im Internet bekommt man 100 Stück davon für ca. 10 €, was dann also für 20 Bäume reichen würde.

Der Baum ist eine Birne der Sorte "Sommerbürgermeister" auf Sämlingsunterlage. Die Sorte konnte auch dank unserer Hilfe im vergangenen Jahr wiederentdeckt und verifiziert werden.

Donnerstag, 3. März 2016

Video über den Chaosgarten

Der Bloggerkollege und Youtuber Ralf Roesberger hat heute ein Video über den Garten und das Kleinunternehmen Chaosgarten veröffentlicht. Die Dreharbeiten dazu waren schon im Spätsommer letzten Jahres, also nicht wundern, wenn alles grün ist.
Update: Der Online-Shop enthält derzeit nicht unser gesamtes Sortiment. Falls etwas fehlt, gerne mailen oder anrufen und mal bei Facebook vorbeischauen. Ich arbeite gerade mit Hochdruck an den Aktualisierungen - die aktuellen süßen Aufstriche kommen nach dem Mittagessen. Kräutersalz und Würzsoßen sind eingepflegt, Bilder folgen.

Wir machen auch Verkostungen und Gartenführungen. Der nächste Termin ist der 20.5. um 18:30 Uhr, bitte rechtzeitig anmelden, falls Ihr kommen möchtet. Für Gruppen ab 10 Personen können wir auch Sondertermine machen.

Montag, 1. Februar 2016

Holunderblüten-Lassi aus Holunderblütensirup

Bei unserer letzten Verkostung haben wir unseren Holunderblütensirup mal als Holunderblüten-Lassi angeboten.
DSC05Holunderblüten-Lassi Chaosgarten
Lassis sind Joghurtgetränke und stammen ursprünglich aus der indischen Küche.

Der Holunderblütensirup gibt dem Joghurtgetränk ein sehr schönes Aroma.

Hier das Rezept zum Nachmachen:

Zutaten:
500 g Joghurt (3,5 % Fett, cremig)
100 g Chaosgarten Holunderblütensirup
25 g Chaosgarten Rosenzucker
1 Tl. Vanillinzucker

Man kann auch nach Geschmack anderen Zucker nehmen. Die Konsistenz und Süße bezieht sich auf unseren selbst produzierten Holunderblütensirup, der flüssiger und weniger süß ist als üblich. Mit Supermarktsirup dürfte man ohne weiteren Zucker auskommen und kann für die Konsistenz eventuell etwas mit Wasser oder Milch verdünnen.

Die Zutaten werden gut verrührt (mit einem Zauberstab, falls man normalen Haushaltszucker verwendet hat, damit er sich besser löst). Dann kalt stellen oder direkt mit Eiswürfeln servieren.

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Kalorienreicher Schokokuchen aus der Auflaufform (Rezept)

Das Rezept habe ich selber noch nicht erprobt, es schmeckte aber so gut, dass ich es mir neulich habe geben lassen. Falls sich jemand vor mir ran traut, freue ich mich auf Berichte.

Zutaten
300 g Zartbitterkuvertüre
150 g Butter
100 g Zucker
5 Eier
2 EL Mehl
evtl. etwas Vanille

Eier trennen.

Schoki und Butter im Wasserbad schmelzen, dann Eigelb, Zucker und Mehl (und eventuelle Gewürze) unterrühren.

Eiweiß steif schlagen und unterrühren.

In eine Auflaufform füllen (mittlere Größe, rund wäre schick)

30 bis 40 Minuten auf 160 ° Ober-/Unterhitze im vorgeheizten Backofen.


Donnerstag, 3. September 2015

Die Gemeine Pimpernuss im norddeutschen Garten

Die Pimpernuss (staphylea pinnata) wird auch Klappernuss genannt. Pimpern heißt (in Teilen Süddeutschlands und in Österreich) klappern. Sonst wird das Wort wohl eher mit Geschlechtsverkehr assoziiert. Diese Wortsinnverwirrung hat wohl auch dazu geführt, dass der Pimpernuss teilweise aphrodisierende Wirkung zugesprochen wird.

Heimisch ist die Pimpernuss eher im südöstlichen Europa, aber eben auch noch in Süddeutschland. Die Nüsse sitzen in einer Hülle, in der sie zur Reife klappert. Wikipedia sagt dazu: "Es handelt sich um eine grünliche, häutige, aufgeblasene Kapselfrucht, in der eine „Nuss“ (ein Same) klappert (oder eben „pimpert“), wenn sie reif ist."

Die Pimpernuss ist in Deutschland ein seltenes Wildgehölz und steht auf der Roten Liste.

Die Nüsse sind - natürlich, sonst würde sie mich kaum interessieren - essbar. Aus ihnen wird auch Likör hergestellt, der mich geschmacklich aber nicht begeistern kann.

Ich habe eine Pflanze und eine Flasche Likör Ende Februar zum Geburtstag bekommen, bin aber erst Anfang Mai zum Einpflanzen gekommen.

Interessant wird sein, ob sich die Pimpernuss auf Dauer im norddeutschen Marschklima knapp südlich von Hamburg wohl fühlt.

Die Pflanzen werden als Strauch bis zu drei Meter hoch, selten als Baum etwas höher. Davon ist mein kleiner Busch noch etwas entfernt. Mein Exemplar stammt von einem Betrieb, der auch selber Pimpernüsse anbaut und den daraus hergestellten Likör vermarktet. Es sollte sich daher um eine einigermaßen ertragreiche Pflanze und nicht um eine Zierhybride o.ä. handeln. Die Pflanze kam im Topf und war jedenfalls nach zwei Monaten darin gut durchgewurzelt.
Pimpernuss mit Wurzelballen
Wie man sieht, hat sie sogar einige Blüten und sieht insgesamt kräftig und gesund aus.
Wie alle Obstbäume, hat auch die Pimpernuss einen Wühlmausschutz aus verzinktem Draht erhalten.
Pimpernuss mit Wühlmausschutz im Pflanzloch
Und fertig!
Pimpernuss gepflanzt
Naja fest, gut angießen und ein paar Wochen später hat sie noch ein Stück Unkrautvlies spendiert bekommen, damit die Wiese nicht wieder reinwächst. Leider hat sich die Pflanze bisher nicht so sehr gut entwickelt und ist - insbesondere durch Rehverbiss - eher geschrumpft. Auch das Laub sieht nicht sehr gesund aus.
Hier ein aktuelles Foto, ziemlich genau vier Monate nach dem Pflanztermin.
Pimpernuss 4 Monate nach dem Pflanzen
Spätestens, wenn ich die ersten Nüsse probieren kann oder die Pflanze eingegangen ist, werde ich nochmal berichten. Sollten die Nüsse doch als Aphrodisiakum wirken, berichte ich auch davon ganz exklusiv...

Dienstag, 1. September 2015

BUGA 2015 – "Eine BUGA - fünf Standorte" an der Havel unter einem Motto

Wir besuchten die BUGA 2015 mit drei Generationen. Für jeden der fünf Orte, an der Havel in der die Bundesgartenschau in diesem Jahr stattfindet, nahmen wir uns an aufeinander folgenden Tagen jeweils ca. 6 Stunden Zeit. Wir besuchten die Orte in dieser Reihenfolge: Havelberg, Rhinow/Stölln, Brandenburg, Rathenow und Premnitz.

Im Vorwege hatten wir an allen Standorten einen E-Skooter bestellt, da für unseren Ältesten die Wege zu weit geworden wären. Die Organisation klappte hervorragend. Der Skooter stand immer bereit, die Menschen waren sehr freundlich und hilfsbereit. E-Skooter und Rollstühle können kostenlos ausgeliehen werden! Eine rechtzeige telefonische Vorbestellung der Scooter ist allerdings unbedingt zu empfehlen. Rollstühle gibt es allerdings in großer Anzahl und bei Bedarf auch Hilfskräfte, die die darauf angewiesenen Personen kostenlos über das Gelände schieben. Hier wird Inklusion wahrlich vorbildlich praktiziert.

Parkplätze gibt es an allen Standorten genug, teilweise liegen sie etwas entfernt von den BUGA-Eingängen. In diesen Fällen gibt es einen kostenlosen Shuttle-Service, den wir allerdings nicht ausprobiert haben, da wir wegen des Skooters immer dicht am Informationspunkt geparkt haben.

Für den Besuch aller fünf Standorte der BUGA haben wir pro Person 20 € bezahlt, ermäßigt 18 €. Dafür kann man jeden Ort bis zum Ende der BUGA einen ganzen Tag lang besuchen. Während dieses Tages kann man das Gelände so oft man will betreten und wieder verlassen. Wir fanden, es war ein sehr günstiges Angebot.

Havelberg
Wir begannen mit Havelberg. Da der große Parkplatz am Informationspunkt wegen eines vorherigen Wolkengusses am Morgen noch großflächig unter Wasser stand, mussten wir dies Mal unser Auto etwas weiter weg parken. So haben wir dieses eine Mal unseren eigenen mitgeführten Rollstuhl ausgeladen und unseren Ältesten damit zur Ausleihe geschoben. Die junge Dame dort war überaus freundlich und wir konnten unseren Rollstuhl dort selbstverständlich unterstellen.

Das Gelände in Havelberg ist dreigeteilt. Für uns begann der Weg am Haus der Flüsse. In dem sehr gelungenen Bau befindet sich eine Ausstellung zum Lebensraum der Unteren Havel und  eines Teilstücks der Elbe. An der Havel entlang geht es zur Brücke über dieselbe. Das Haus der Flüsse und die Uferpromenade sind ohne Eintrittskarte frei zugänglich. Ästhetisch gut gemacht, blieben die Informationen zur gezeigten Flora und Fauna eher oberflächlich. Schade, hier könnte man viele Menschen für die Umwelt sensibilisieren. Nur was man kennt, erkennt man und lernt es schätzen.

Auf der Havelinsel wird die St. Laurentius Kirche für Blumenschauen genutzt. Zugang hat man nur mit der BUGA-Eintrittskarte. Die Ausstellung wird von Gärtnereien gestaltet und es gibt sehr viele und prachtvolle Blumen. Dennoch hat uns diese Art der Ausstellung wesentlich weniger angesprochen als die Anpflanzungen der Blumen in den Beeten auf dem Freigelände.
in der Laurentius St. Kirche, Havelberg
Der Dombezirk beherbergt das dritte Gelände in Havelberg. Für Ältere und nicht so Gehfreudige ist es schon ein ganzes Stück vom Haus der Flüsse bis zu den Eingängen des Dombezirkes. Am besten gefallen hat uns die Kleingartenanlage am Nussberg.
Dombezirk, Havelberg
Fazit für Havelberg: Es ist viel, auch ohne Eintrittskarte, zu sehen in der Stadt. Die Dreiteilung ist nachteilig. Ohne Pausen sollte man etwa 4-5 Stunden einplanen. Hätten wir allein Havelberg besucht und nicht die anderen BUGA-Orte zusätzlich wären wir etwas  enttäuscht vom BUGA-Besuch gewesen.

Rhinow/Stölln
Rhinow/Stölln ist ein kleiner Standort. Das BUGA-Gelände ist zweigeteilt. Der eine Teil liegt rund um das Lilienthalmuseum, der andere Teil rund um den Standort des Flugzeugs „Lady Agnes“. Der Infopunkt liegt dazwischen auf der platten Wiese. So gibt es genug Parkplätze. Die Wege erscheinen auf der Karte weiter als sie sind.

Der Fliegerpark mit dem Flugzeug ist nur mit Eintrittskarte zu besuchen. Dominant ist natürlich die „IL62 Lady Agnes“, ein großes Passagierflugzeug der ehemaligen Interflug die nach ihrer Ausmusterung hier nach einer tollkühnen Landung auf eigentlich viel zu kurzer und zudem unbefestigter Landebahn ihre letze Verwendung als Ausstellungsstück hier auch innen besichtigt werden kann. In der Halle mit Cafe und Sanitäreinrichtungen gibt es zwei Filme zu sehen: absolut sehenswert, auch gerne zweimal.

Die Blumenbeete auf dem Gelände waren wunderschön, vielfältig und sehr gepflegt. Eine echte Augenweide. Wir haben uns wirklich jedes Beet intensiv angesehen und waren immer wieder begeistert.

An der Strasse zum Fliegerpark liegt ein Antiquariat. Wer Bücher mag, sollte dort einen Zwischenstopp einlegen. Die Inhaberin ist nicht nur bemüht sondern sehr kompetent. Wir hatten alle unseren Spaß dort.

Der Weg vom Fliegerpark zum Lilienthal-Museum ist gesäumt von extra für die Ausstellung angelegten größeren Feldern mit zahlreichen unterschiedlichen Nutzpflanzen sowie jeweils sehr aussagekräftigen Informationstafeln dazu. Das hat uns sehr gut gefallen.

Die Parkanlagen um das Lilienthal-Museum sind öffentlich zugänglich. Wie auch im Fliegerpark und im Museum sind auch dort die Infotafeln gut gemacht, optisch wie inhaltlich. Wer sich fürs Fliegen und speziell die interessante Person Otto Lilienthal und seine Flugversuche am Gollenberg in Stölln interessiert wird viel Spaß beim Besuch der umfangreichen großzügigen Ausstellung haben. Das Museum kann mit einer BUGA-Eintrittskarte kostenlos besucht werden.

Fazit: Wunderschön, sehenswert, liebenswert. Wir waren richtig begeistert und haben den ganzen Tag dort verbracht. Viel zu schön um nur durchzuhuschen. Rhinow/Stölln
Brandenburg an der Havel
Brandenburg an der Havel ist wie Havelberg organisiert: Zwei Parkanlagen, dazwischen eine Kirche mit Blumenschau. Der Infopunkt liegt direkt bei der Anlage „Packhof“, was insofern nachteilig ist, als es nur wenige Parkplätze dort gibt. Wir hatten Glück und bekamen mit Hilfe des überaus freundlichen Personals einen nahen Parkplatz!

Auf dem Gelände des „Packhofes“ sind Themengärten untergebracht. Es gab Bereiche, die uns gut gefielen. So richtig gelungen fanden wir sie nicht. Richtig toll waren der Spielplatz und die Sitzsäcke beim Haus der Landschaft. Die Sitzsäcke waren mehr zum Liegen als zum Sitzen und super bequem. Wir bekamen freundlich die Auskunft, dass diese Sitzsäcke etwa viermal so teuer sind wie die übrigen auf der BUGA. Nach der Erprobung der anderen Sitzsäcke finden wir das nachvollziehbar und gerechtfertigt.

Leider ist zur Blumenschau in der Kirche St. Johannis dass Gleiche zu sagen wie in Havelberg. Wir waren nicht so begeistert.

Das Ausstellungsgelände „Marienberg“ betraten wir über den Südaufgang. Es ist ein langer Aufstieg über Treppen oder Wege. Der E-Skooter schaffte die Steigung ganz gut. Wer einen Rollstuhl ohne elektrischen Antrieb hinaufbefördern will, weiß oben angekommen sicher was er getan hat, vorausgesetzt er kommt überhaupt oben an.
Blick vom Turm auf den Südeingang
Das Gelände des „Marienberges“ ist mit 12.1 ha ganz schön groß. Es gibt viel zu sehen und zu bewundern. Wer von dem Aufstieg am Südeingang noch nicht genug hat, kann gleich einen Turm besteigen und die Aussicht über die Stadt genießen. Auch der Blick vom Weinberg lohnt sich. Der Rosengarten und das Rosenrad haben uns besonders gut gefallen.

Fazit: Für den Marienberg sollte man sich Zeit nehmen und im Zweifelsfall lieber auf die anderen Sachen verzichten. Wer alles sehen will sollte einen langen Tag einplanen. Trotz Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer nur bedingt geeignet. 

Rathenow
Rathenow ist flächenmäßig die größte Schau. Beide Parks in Rathenow gab es schon vor der BUGA. Sie wurden für diese aber erheblich aufgewertet. Verbunden werden der Optikpark  und der Weinberg durch eine wunderschöne lange geschwungene neue Brücke über die Havel. Nicht nur der Blick auf die Havel ist schön sondern auch auf die wunderbare Bepflanzung. Jeder von uns fand ein anderes der vielen Rundbeete, die jeweils in einer Farbe gehalten waren, am schönsten. Blick auf die Verbindungsbrücke in Rathenow
Der 10 Jahre alte Optikpark ist ganz auf das Thema Optik ausgerichtet.  Nicht alles hat uns angesprochen, aber das meiste war richtig gut. Besonders gefallen hat uns wieder der Spielplatz.

Alle Beete waren sehr ansprechend bepflanzt und es gab sehr, sehr viele davon. Eine Besonderheit in dem Park ist die Seerosenarena. Über den Teich führt ein breiter Steg, der sich in der Mitte zu einem Rondell weitet. Es gibt eine Vielzahl an verschiedenen Seerosen in allen Farben. Auch mit dem Rollstuhl ist der Steg gut befahrbar, allerdings kommen nicht überall zwei Rollstühle aneinander vorbei.

Der Marienberg ist weitläufig und überwiegend bewaldet. Die Rhododendren im Rhododendrental blühten nicht mehr, weshalb dieser Teil des Parks zwar nett aber nicht besonders reizvoll war. Die Gärten rund um das Zentrum Gartenbau fanden wir sehr interessant. Es gab viel Gemüse und Kräuter zu sehen. Alles war gut beschriftet. Im Zentrum Gartenbau gibt es Vorträge zu verschiedenen Themen. Es lohnt auf jeden Fall hinzugehen und sich die Zeit zu nehmen, zuzuhören.

Am schönsten war der Garten auf der oberen Terrasse des Bismarckturms. Ein richtiges Kleinod.
Terrasse des Bismarckturms
Fazit: Rathenow ist von der Größe, der Gestaltung und Thematik auf jeden Fall sehr sehenswert. Auch hier sollte man einen langen Tag einplanen.
Direkt am Infopunkt ist es schwierig sein Auto zu parken. Ganz in der Nähe gibt es aber genug Parkmöglichkeiten, die auch kostenlos sind.  Zum Aus- und Einsteigen ist es aber kein Problem an den Infopunkt heranzufahren.

Premnitz
Premnitz ist der kleinste Standort der BUGA. Wir hatten in zwei Stunden alles Sehenswerte gesehen. Trotzdem lohnt es sich hinzufahren. So klein der Park auch ist, umso liebevoller und intensiver ist er gestaltet. Der Eingangsbereich ist eine einzige Blütenpracht. Jeden Tag werden die Gerbera geschnitten und an die Besucher verteilt. Wir haben keine mitgenommen. Sie wären schon verblüht gewesen, bevor wir sie ins Wasser hätten stellen können. Das fanden wir zu schade. Von den aussortierten haben wir uns allerdings einige Blüten kurz schneiden lassen und in die Haare gesteckt.

Die Gastautorin GAKS mit Haarschmuck:
GAKZ - die Gastautorin
Für alle Spielfreund ist dies der Park der Parks. Nicht nur für die Kleinen gibt es genug zu tun, auch die Großen dürfen sich Zeit nehmen und außer Schach auch Halma und Mensch-Ärger-Dich-Nicht auf großen Spielfeldern spielen. Wer Kinder mitbringt, sollte auf jeden Fall Badesachen oder Wechselkleidung mitbringen. Es gibt ganz tolle Wasserspiele.

Gesamtfazit
Fünf Standorte in fünf Tagen, das war ganz schön anstrengend. Wer mehr Zeit hat, sollte auch mal einen „Ruhetag“ einlegen und sich die Orte selbst ausführlich ansehen. Dafür hatten wir leider keine Zeit. Aber es lohnt sich bestimmt auch nach der BUGA einmal wieder zu kommen und entlang der Havel einen Urlaub zu verbringen.

Dies ist ein Gastartikel von GAKS.

Mittwoch, 22. Juli 2015

Einladung zur Verkostung am 05.08.2015 um 19 Uhr

Am 05.08.2015 findet unsere nächste Verkostung im Chaosgarten statt.

 In ungefähr anderthalb Stunden dürft ihr 10-15 Produkte aus unserem Sortiment und der aktuellen Produktentwicklung verkosten. Es ist garantiert für jeden ein neues Geschmackserlebnis dabei.

Bei gutem Wetter gibt es zu Beginn eine kleine Gartenführung von ca. 15 Minuten.

Veranstaltungsort: Laßrönner Dorfstr. 39, 21423 Winsen (Ortsteil Laßrönne)

Kosten: 8 € pro Person, Bloggerkollegen frei.

Maximal 16 Teilnehmer.

Anmeldung per Email oder über Facebooknachricht.

Der Termin passt nicht, du hast aber Interesse? Einfach eine Email schreiben, dass du in den Newsletter aufgenommen werden möchtest. So verpasst du keinen Termin.

Einen großen Teil des aktuellen Sortiments findet ihr im Online-Shop.


Rückblick auf die letzte Verkostung am 15.07.2015:
Wegen einiger kurzfristiger Absagen und der recht späten Einladung, waren wir ein überschaubarer Kreis. Trotzdem hatten wir viel Spaß, denn so ging das Verkosten viel schneller, als mit einer größeren Gruppe und als nach anderthalb Stunden alle noch Lust hatten, habe ich alles ausgepackt, was Keller und Küche sonst noch so zum Probieren hergaben, so dass die Gäste einen ungewöhnlich tiefen Einblick in die Produktentwicklung hatten. Insgesamt haben wir so geschlagene drei Stunden probiert.

Leider hat der aufziehende Regen verhindert, dass wir die ganze Zeit draußen sitzen konnten, aber die Flucht ins Trockene hat kaum gestört.

Besonders gut ist der Estragon-Getränkesirup angekommen, den ich daraufhin jetzt in etwas größerer Menge hergestellt habe. Auch die Neuheiten Rote Johannisbeer-Lavendel-Aufstrich und Josta-Aufstrich sind gut angekommen, ebenso wie der gebrannte Haselnussaufstrich. Demnächst gibt es die Sachen dann auch im Shop.