
Auf dem Rückweg vom Pflanzen der Birnensämlinge wollten wir anfangen, die Disteln abzustechen. Dabei ist uns aufgefallen, dass viele Disteln welke Blätter haben und die ganze dicke Pfahlwurzel von Wühlmäusen abgefressen ist.

Was der Wühlmaus schmeckt, ist ja vielleicht auch für Menschen nicht verkehrt, schließlich haben wir ja auch sonst häufig den selben Geschmack. Die Wurzeln sind teilweise auch einigermaßen dick.


Man muss die Wurzeln gut schälen, da sie außen teilweise etwas faserig sind. Man kann sie roh essen, besser schmecken sie mir aber als Gemüse gekocht. Sie liegen geschmacklich irgendwo zwischen rohem Spargel, Topinambur und Schwarzwurzeln. Auf den Bildern ist unsere Testmenge zu sehen. Wir haben danach nochmal einen ganzen Eimer voll geerntet, geputzt und gewürfelt eingefroren. Vermutlich wandern die Wurzeln in die nächste Bohnensuppe.
Im Gegensatz zum Distelwurzelmehl, dass allerdings auch aus anderen Disteln mit dünneren Wurzeln war, sind diese Wurzeln wirklich als Wildgemüse geeignet. Der Aufwand ist zugegeben etwas höher als bei Möhren, aber nicht unverhältnismäßig. Wer allerdings Schwarzwurzeln und Topinambur nicht mag, wird auch an den Distelwurzeln keine Freude haben. Ich vermute, dass Distelwurzeln ebenso wie Topinambur und Schwarzwurzeln Inulin enthält, das zwar sehr gesund sein soll, aber bei einem untrainierten Verdauungsapparat zu Blähungen führen kann. Jedenfalls ist es etwas Besonderes, was man in keinem Supermarkt bekommt und man kann den Disteln im Garten so auch mit etwas mehr Toleranz begegnen, wenn man sie einfach ernten kann.
Habt ihr Erfahrungen mit Wurzeln als Wildgemüse? Falls ihr die Distelart bestimmen könnt, immer her mit dem Namen.
Erfahrungen habe ich keine, aber die eine oder andere Distel darf gerne im Garten für die Schmetterlinge bleiben.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Lisa
Sehr interessant, danke für den Bericht! Ich hab auch schon ein paar Distelbabys im sog. "Rasen" gefunden. Das eröffnet Perspektiven.
AntwortenLöschenLiebe Grüße, Margit
Interessant, wusste nicht, dass man Disteln essen kann! Im Garten hätten wir davon nämlich auch genug :)
AntwortenLöschenlg kathrin
Unsere Kugeldisteln haben schön dicke Wurzeln aber die zu probieren kam mir bis jetzt nicht in den Sinn, auch weil mir die Blüten so gefallen. Aber der Eintrag erinnert mich dran, mal wieder Artischocke zu essen!
AntwortenLöschenOh wow! Ich habe zwar schon gehört, dass es bestimmte Disteln gibt, deren Wurzeln man essen kann, aber ich wusste nicht, dass die einfach so im Garten wachsen! :D Lasst dann bloß welche stehen, damit ihr immer welche habt! Und falls die irgendwann mal Saat abwerfen, würde ich mich direkt als Interessentin melden ;)
AntwortenLöschenViel Spaß noch mit dem neu entdeckten Wurzelgemüse! :)
Liebe Grüße
Kathleen
Ich glaube nicht, dass Du diese Disteln freiwillig in Deinen Garten holen möchtest. Die breiten sich super aus, sind robust und stechen selbst durch die meisten Arbeitshandschuhe durch.
LöschenDas sind richtig fiese Dinger und ich wäre nicht traurig, sie in unserem Garten auszurotten.
Wenn Du Wert darauf legst und versprichst, sie nicht unkontrolliert aussamen zu lassen, kann ich Dir bei Gelegenheit gegen Portoerstattung gerne eine Portion Samen zuschicken.
LG
Lorenz
lerne ja nie aus , wußte nicht dass sie Essbar sind!!
Löschenwas sagte mal eine Nachbarin " nicht ärgern sondern Essen "
denn sie pflückte sich bei mir die sauberren Löwenzahnstengel für eine Blutreinigungskur.
Meine Freund macht aus Brennesseln Spinat und andere aus Giersch Pesto.
Grüße von Frauke
Also anbauen würde ich Disteln auch nicht gerade ... sie wachsen ohnehin immer einmal wieder. Aber was eßbar ist, versuche ich auch, denn diese Wilden sind allesamt sehr gesund, sofern ungiftig.
AntwortenLöschenLiebe Grüße auch hier
Sara
Oh das wusste ich noch nicht. Tolle Idee. Ich versuche bestimmte Distelsorten in meinem Garten anzubauen- aber die die ich möchte -die kommen nicht.
AntwortenLöschenToller Bericht.
Liebe Grüße
Claudia
Wieder was gelernt. Richtig lecker find ich Disteln ja schon alleine vom Anblick her nicht.
AntwortenLöschenDenke es ist die gewöhnliche Kratzdistel, Cirsium vulgare.
AntwortenLöschenNickende Distel
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