Mittwoch, 29. Mai 2013

Der Rehbock hat wieder zugeschlagen - jetzt frisst er auch noch die Chilis

Ein einzelner Rehbock hat unseren Garten zum Revier auserkoren. Über den Winter hat er nicht viel Schaden angerichtet, dann ein paar Büsche gefegt, die das aber gerade noch abkönnen. Als er wieder anfing, sich über die Erdbeerblätter herzumachen, haben wir die mit einem Netz abgedeckt.

Nun wird das Vieh aber immer frecher. Er rennt nurnoch wiederwillig weg, wenn man näher kommt und nächtigt mitunter 25 m vom Haus entfernt unter einem großen Apfelbaum. Auch den Acker und die Beete hat er wieder als Selbstbedienungstheke entdeckt.

Schäden der letzten Tage: Von den neu gepflanzten Chilis hat er fleißig gefressen. Die kleinen sozusagen geköpft, von den größeren fast alle Blätter abgefressen. Auch im Kräuterbeet hat er geräubert. Die paar Erdbeerpflanzen, die nicht mit unters Netz passten hat er die ganze Zeit in Ruhe gelassen, damit war jetzt leider auch Schluss. Zuguterletzt hat er noch die Stiefmütterchen im Blumenbeet direkt am Haus! gefressen (das würde ich ja noch am ehesten tolerieren).

Es ist ja ein niedliches Tier und ich habe auch nichts dagegen, wenn er in einiger Entfernung vom Haus auf der Wiese äst und meinetwegen auch ein paar tiefhängende Apfelzweige abknabbert. Das ist jetzt aber doch eindeutig zu viel.

Ich bin ja dafür, den örtlichen Jäger zu bitten, dem Treiben ein blutiges Ende zu machen. Damit konnte ich mich aber bislang nicht durchsetzen.

Kommentare:

  1. fü Gärten ist der örtliche Jäger nicht zuständig,
    wir hatten auch immer wieder Besuche von Rehwild, obwohl der Garten nicht leicht zu errichen ist.

    Alle vergräumgsmaßnahmen waren wirkungslos, Geruchsstoffe, Hunde und Menschenhaare , Flatter- Bänder und auch ein Ultraschallgerät und eine Lampe waren erfolglos

    und als ich nach einem krankenhausaufenthalt alles agegräst vorfand und auch die neuangepflanzten Rosen und Obstbäume angebissen waren
    haben wir einen hohen Widschutzzaun zusammen mit unseren Nachbarn gezogen.

    Seitdem haben wir Ruhe! wunderbare Pflanzen und auch noch einen Zaun an dem Rosen ranken, die Vögel gerne sitzen und auch ein guter Ballzaun und ausbruchsicher / kindersicher für die damals noch kleinenEnkel!!
    wir sehen ihn nicht mehr, nur anfangs störte der noch blanke Draht und die neuen Holzpfähle
    nun ist alles naturmatt, ab und zu wird ein Pfahl verstärkt.

    Sehr hilfreich bei über 50 Pfählen in 2,50m war ein Erdbohrer, den Wildschutzdraht in 1,80m Höhe bekamen wir im örtlichen Landhandel günstig,


    und wir freuen uns jeden Tag über diese Ausgabe und Arbeit.
    Frauke


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    1. Unser Wildschutzzaun ist mit 1,60 Meter nicht hoch genug, aber die Rehe können ohnehin durch die Nachbargärten zu uns gelangen.

      Ein großer Teil der Fläche ist jagbar, der Jäger könnte sich also an der Grenze unseres befriedeten Besitztums hinsetzen. Auf dem Rapsfeld nebenan darf er auch schießen und da häöt sich der Bock auch auf. Freies Schussfeld ist auch gegeben.

      Überleg mal, was so ein Zaun kostet. Mit ein paar € pro laufendem Meter ist man da schon dabei und das machen die Nachbarn bestimmt nicht mit. Und danach ist noch immer nicht sicher, ob die Rehe nicht ein Schlupfloch finden. Ich finde einen neuen Zaun auch zu teuer. Das Wild muss einfach die Scheu vor dem Menschen und den Gärten zurückgewinnen. Wenn gejagt wird, kommt das schon von alleine. Dieser eine Bock hat jedenfalls jede Scheu verloren...

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    2. Da kann ich nur aus unserer Erfahrung sprechen,
      es gba für uns keine Alternative,

      wenn ihr ein landwirtschaftlicher Betrieb seid, könnt ihr auch Elektozäune setzten, aber auch nicht umsonst zu haben.
      In Privatgärten ist es nicht erlaubt meines Wissens.

      So teuer war es nun auch nicht im vergleich zu den Kosten der Bepflanzung und eben in Eigenregie.
      Könnt ihr den Zaun nicht erhöhen und ihn nur um den Küchengarten ziehen.
      seid froh dass es noch keine Wildschweine sind, neulich sah ich ein großes Wildschwein mitten auf einem Hofplatz Silage fressen

      die Tiere verlieren die Scheu, da sie in der Feldmark nicht genug und nicht das Richtige finden
      da ist ein Garten doch viel vielseitiger
      und erst einmal entdeckt immer wieder gerne besucht.
      Frauke

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    3. Ein landwirtschaftlicher Betrieb sind wir nicht.

      Den Zaun zu erhöhen würde leider nichts bringen, da der Bock dann übers Nachbargrundstück kommt und sich dort auch vom Hundegeruch nicht abschrecken lässt.

      Der "Küchengarten" ist ca. 400 Quadratmeter groß und ein fester Zaun wäre sehr hinderlich, weil man ja auch mit der Fräse etc. raufkommen muss und also am Rand noch mehr Platz braucht. Die Fläche, die man dann einzäunen müsste, wäre einfach zu groß.

      Ja, die Rehe kommen erst in die Gärten, seit eine langjährige 5 ha Brache vor einigen Jahren umgebrochen und in ein Maisfeld verwandelt wurde. Allerdings waren die Rehe in den ersten Jahren noch sehr scheu und sind nur im Winter bei geschlossener Schneedecke in die Gärten gekommen, wofür man dann ja irgendwie Verständnis hat.

      Praktisch waldlose Gegend, daher bislang zum Glück keine Wildschweine.

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    4. Ich muss mich nochmal korrigieren. Der Zaun ist bisher doch nur 1,20 Meter hoch, also kein Wunder, dass der Boch da drübergeht.

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  2. Oje. Das ist wirklich ärgerlich :-(
    Ich finde die Tiere ja auch ganz süß, aber wenn ich mir vorstelle, sie würden meine Pflanzen abfressen... nee.

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  3. Oh nein. Kann man das Reh irgendwie verscheuchen? Wir hatten mal ein arges Fuchs-Problem, der immerzu die Mülltonnen umwarf und alles verteilte. Wir haben ihn mit in Essig getränkten Stoffballen vertrieben.

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    1. Klar gibt es Vergrämungsmittel gegen Rehe. Wie oben schon jemand geschrieben hat, sind die aber nur begrenzt wirksam. Die Hausmittel bringen nach Gewöhnung wohl schnell garnichts mehr und selbst die (auch für Menschen) stinkenden Profimittel muss man laufend erneuern und alle paar Meter getränkte Lappen aufhängen. Das Zeug ist zudem nicht so billig und die ganze Grundstücksgrenze mit getränkten Lappen pflastern naja...

      Vielleicht könnten wir das aber tatsächlich nur ums Gemüsebeet versuchen. Sind zwar auch noch etliche Lappen, aber hilft wohl nichts.

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  4. Wir hatten auch immer mal ein Reh, daß uns besuchen kam (allerdings störten wir uns nicht daran). Wir haben 1,60m Wildzaun, den lassen sie eigentlich in Ruhe, obwohl sie drüberspringen könnten.
    Versuch doch wirklich mal in der Gartenperiode E-Zaun. Notfalls leih Dir das mal aus, wenn die Kosten zu hoch sind. Oder ebay ....

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    1. Unser Bock springt leider mit Leichtigkeit und größtem Vergnügen drüber. Neulich hatte ich das Tor auf und er ist trotzdem daneben drübergesprungen das Gewohnheitstier...

      Einen Elektrozaun ums ganze Grundstück möchte ich eigentlich nicht ziehen. Ich weiß auch nicht, ob das gegen Rehe überhaupt hilft, zumindest bräuchte man dann mehrere Drähte.

      Ich favorisiere nach wie vor die Abschussvariante...

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  5. Ist ja ärgerlich! Wir haben es mit Hunde, Katzen, Mardern und womöglich Füchsen ;-(

    Liebe Grüße
    Sara

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