Montag, 12. August 2013

Was soll ich mit dem Dillwald machen?

Dill ist ein leckeres und unproblematisches Gewürzkraut, dass besonders lecker zu Fisch oder in Salaten schmeckt. Leider mag Dill nicht jeden Boden und weigert sich bei ungünstigen Bedingungen zu keimen. Bei uns sind die Bedingungen offensichtlich ideal, denn er sät sich fleißig selbst aus und keimt immer zuverlässig.
Heraus kommt dann ein solcher Wald aus Dillpflanzen:
Dillwald
Die große Preisfrage ist nun allerdings, wie man eine größere Menge Dill gut haltbar machen und dabei einen großen Teil des Geschmacks erhalten kann.

Was wirklich gut funktioniert, ist einfrieren. Kräuter dafür nach Bedarf waschen, trockentupfen oder schleudern und dann einfrieren. Nachteil ist, dass der Dill so nur mit Kühltasche und vielen Kühlelementen transportabel ist und sich in der Tüte irgendwann Eis bildet, wenn man öfter was rausnimmt.

Normales Trocknen funktioniert zwar, aber der Geschmack ist danach  praktisch weg.

Trocknen mit Salz funktioniert bei Schnittlauch, der sich normal auch nicht trocknen lässt gut, beim Dill ist der Geschmack aber trotzdem weg.

Hat vielleicht jemand gute Erfahrungen mit einem bestimmten Verfahren gemacht oder hat Tipps, wie es mit dem Trocknen vielleicht doch noch klappen könnte?

Sonntag, 11. August 2013

Und aus der Grünspargelsaat ist doch noch was geworden!

Wie ich im März schon geschrieben habe, haben wir uns mit der Anzucht von grünem Spargel aus Samen versucht. Die Keimdauer der Spargelsamen der Sorte 'Mary Washington' sollte nach Anleitung 10 - 14 Tage betragen. Nach drei Wochen war aber noch immer nichts zu sehen, so dass wir das Projekt schon fast abgeschrieben hatten. Nach vier Wochen zeigten sich dann doch ein paar Pflänzchen und dann kam über die nächsten vier Wochen verteilt der Rest. Ich vermute, dass es am Anfang (Februar/März) noch zu dunkel und/oder zu kalt für die Keimung war. Gut, dass wir Geduld hatten.
Trotz der Anlaufschwierigkeiten ist eine ansehnliche Anzahl Pflänzchen rausgekommen, die jetzt immernoch in Töpfen auf der Terrasse stehen. Noch sind sie eher Miniaturausgaben, aber wenn sie im nächsten Jahr im Freiland stehen, werden sie hoffentlich schon etwas größer.
Ernten können wir aber wohl frühestens in drei Jahren.
Grüner Spargel aus Samen in Töpfchen

Sonntag, 4. August 2013

Was passiert, wenn man ein paar Tage keine Zucchini erntet...

...man hat dann einen großen Berg große Zucchini. Im Prinzip ist das kein Problem, denn auch die großen Zucchini kann man gut essen, man muss nur gegebenenfalls die Kerne entfernen (oder in einer Suppe mitpürieren, dann bleiben kleine Kernstücke ganz, schmeckt nicht schlecht).
Drei Zucchinipflanzen sorgen in jedem Fall irgendwann für eine Zucchinischwemme.
Wir haben drei Große Pflanzen von diesem Kaliber:
Zucchinipflanze
Herausgekommen sind 11 Riesenzucchinis. Zum Ernten habe ich gleich die Schubkarre mitgenommen:
Zucchiniernte auf Schubkarre Zucchiniernte 2013
Eine große Zucchini verarbeiten wir selber zu Suppe, die restlichen 10 habe ich erfolgreich in der Nachbarschaft und in der Verwandtschaft verschenkt.
Gleichzeitig haben wir eine noch größere Schwemme Patisson-Kürbisse, die sich aber zum Glück länger halten. Dafür haben wir aber auch 5 oder 6 Pflanzen davon.

Samstag, 3. August 2013

Simple Fruchtfliegenfallen im direkten Vergleich

Ich habe neulich über meine Versuche im Kampf gegen die Fruchtfliegen berichtet. In den Kommentaren wurde ich noch auf eine Möglichkeit hingewiesen, wie man ein mindestens ebenso gutes Ergebnis (viele tote Fruchtfliegen) mit noch weniger Aufwand erreicht.

Mein Ursprüngliches System findet ihr hier. Der dort beschriebene Lavendel zum Fernhalten der Fruchtfliegen von Obst ist nach wie vor super. In den Kommentaren wurde aber vorgeschlagen, ein deckelloses Gefäß mit der Lockflüssigkeit (Wein oder Essigwasser mit Zucker) und einem Tropfen Spüli aufzustellen. Der Spülitropfen verringert die Oberflächenspannung der Föüssigkeit und lässt die Fruchtfliegen zuverlässig ertrinken. So spart man sich den Deckel und die Fliegen finden den Weg leichter. Empfohlen wird außerdem ein gelbes Gefäß, weil Fruchtfliegen da angeblich total drauf stehen.

Natürlich musste ich beide Varianten nebeneinander ausprobieren.
Fruchtfliegenfallen offen und geschlossen von der Seite Fruchtfliegenfallen offen und geschlossen von oben
Nach ein paar Wochen sind in der offenen Falle tatsächlich deutlich mehr tote Fruchtfliegen und ein paar größere Fliegen.
geschlossene Fruchtfliegenfalle Ergebnis offene Fruchtfliegenfalle Ergebnis
Fazit: Für sich alleine erledigt jede der beiden Varianten zuverlässig den größten Teil der Fruchtfliegenpopulation, solange es keine attraktivere Nahrungs- und Vermehrungsquelle gibt. Obst kann man also weiterhin nicht offen rumstehen lassen, bzw. muss es zumindest mit Lavendel schützen.
Die geschlossene Falle ist minimal aufwendiger (man braucht einen gelochten Deckel den man zum Nachfüllen abnehmen muss). Dafür kippt die offene Falle schwungvoller aus, wenn man sie umstößt und mit dem Spülitropfen ist der Inhalt auch nichts für den Komposthaufen. Letztlich also Geschmackssache.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Die Plage mit dem Hornblatt/Hornkraut und ein riesiger Frosch

Neulich am Teich bei meiner Großmutter:
Teich
Im Sommer ist der Teich wunderschön. Leider kann man darin nicht baden, weil zuviel Pflanzen und Modder drin sind und das Wasser wenn der Grund aufgewirbelt wird unangenehm riecht. Die braune Wasserfarbe kommt wohl von Lehmpartikeln, die im Wasser schwimmen. Entstanden ist der Teich wohl beim Straßenbau. Die schwarzen Konturen im Wasser sind übrigens Hornblatt (auch Hornkraut genannt). Auf den zweiten Bild kann man es zwischen den Teichrosen besser sehen.
Riesiger Frosch
Angeblich soll das Hornblatt ja gut sein, aber es vermehrt sich jedes Jahr derart massiv, dass der Ganze Teich eine schwarze Fläche mit grünen Teichrosenblättern wird. Bei warmem Wetter fängt der Teich auch an zu riechen, wenn alles mit Hornblatt voll ist. Ein Teil wird deswegen immer rausgeholt. Das können schon leicht mal ein paar dutzend Schubkarren im Jahr sein, obwohl der größte Teil drin bleibt.
Das Hornblatt bildet meterlange Fäden und regelrechte Knäuelteppiche, die in unterschiedlicher Dicke an der Wasseroberfläche treiben. Wenn man es rauszieht, kommen leider auch immer kleine Fische, Molchquappen, Libellenlarven und Gelbrandkäfer mit an Land, die in den Pflanzen leben. Alle kann man nicht finden und wieder ins Wasser befördern, so dass man jedes Mal ein etwas schlechtes Gewissen hat.
Das Hornblatt bildet außerdem so viel Biomasse, dass das Verlanden des Teiches dadurch beschleunigt wird, wenn man es nicht herausholt. Gegen die Masse ist aber einfach nicht anzukommen.
Immerhin kompostieren die Wasserpflanzen gut und schnell.

Klar ist so ein Naturteich etwas anderes, als ein kleiner Gartenteich mit einigen tausend Litern Wasser. In einem kleinen Teich ist Hornblatt/Hornkraut sicher ein tolle Sache und es wird sogar im Teich-/Aquaristikhandel verkauft. Wer welches haben will, kann sich gerne bei mir melden. In einer Plastiktüte lässt sich das vermutlich sogar verschicken. In einem Naturteich ist es jedenfalls eine echte Plage.

Werbliche Leseempfehlung: Wer mit einen eigenen kleinen Gartenteich liebäugelt und sich einen ersten Überblick verschaffen möchte, findet z.B. auf der Obi-Ratgeber-Seite einen ersten Einstieg in die Thematik.

Dienstag, 16. Juli 2013

Unser 18 Zoll Kinderfahrrad wird zum echten Sportgerät!

Kleinanzeigen machen einfach Spaß! Unser altes, nicht mehr fahrtüchtiges Kinderfahrrad sollte auf den Sperrmüll. Ich habe es gerettet und stattdessen eine Kleinanzeige aufgegeben. Tatsächlich habe ich es noch für ein paar Euro verkaufen können. Das Beste ist aber, dass es an einen Drift-Trike-Fahrer gegangen ist, der es auseinanderflext und sich ein Drift-Trike daraus baut.

Drift-Trike????

Ja, so haben wir auch erstmal geguckt. Drift trikes sind Dreiräder, die hinten extrem breit sind und breite Reifenaufsätze aus PVC-Rohren o.ä. haben. Damit fährt man dann einen Berg runter und "driftet", rutscht also mehr oder minder kontrolliert beim Fahren seitlich weg. Nicht ganz ungefährlich und nichts für mich, aber schon eine spannende Sache. Geschwindigkeiten von gut 50 km/h sind wohl normal. Wer es schneller haben muss, lässt sich von einem Auto auf bis zu 120 km/h beschleunigen. Das konstenintensivste an dem Hobby - habe ich mir erklären lassen - sind die PVC-Rohre. Nimmt man da Spezialausführungen, ist man schnell bei 200 € pro Meter, grob also 50 € Verschleiß pro Trike-Tag.

Hier mal eine Seite mit einer ausführlicheren Erklärung, weiterführenden Links und einem professionellen Video: http://www.drift-trikes.de/

Tschüß kleines rotes Kinderfahrrad!
18 Zoll rotes Kinderfahrrad für Drift-Trike

Montag, 15. Juli 2013

Was tun gegen Fruchtfliegen?: Selbst gebastelte Fruchtfliegenfalle und Lavendel zur Abschreckung

Fruchtfliegen in der Küche! Im Sommer hat man immer irgendwas in der Küche stehen, was die Fruchtfliegen lieben. Erst Erdbeeren, dass Kirschen, nun Beerenobst, später Äpfel, Pflaumen...

Die ungeliebten kleinen Fliegen vermehren sich dann rasant und schwirren auf, sobald man sich bewegt. Man wird sie dann nur schwer wieder los. Besonders lieben sie Gärungsgerüche von Wein oder auch Essig. Nur blöd, dass unser selbst gemachter (bzw. sich noch machender) Essig auf der Fensterbank in der Küche vor sich hin gärt. Die Fruchtfliegen schlüpfen immer wieder unter Gummiband und Klarsichtfolie hindurch in den Essigansatz.

Mit unserer neuen Falle haben wir das Problem nun einigermaßen im Griff. Man nennt das System glaube ich Push & Pull, also Vertreiben und Anziehen. Damit die Fruchtfliegen nicht mehr an den Essig gehen, kommen ein paar Zweige Lavendel oben drauf. Den mögen die Fliegen nicht und gehen woanders hin, zumindest wenn sie eine Alternative riechen.
Essigansatz mit Lavendel gegen Fruchtfliegen
Die Alternative ist die Fruchtfliegenfalle - ein simples Senfglas mit Blechdeckel. In den Deckel sticht man von oben kleine Löcher. Alternativ kann man auch Alufolie nehmen (danke an fjonka für den Tipp). In das Glas kommt ein Schluck Wein (Essig geht auch - danke fjonka für die Bestätigung). Durch die Luftlöcher steigt der Geruch zu den Fruchtfliegen auf. Das kann einen Tag dauern, bis sie das richtig mitbekommen haben. Ich habe den Eindruck, dass sie vielleicht noch stärker kommen, sobald der Wein durch hineingefallene Fliegen veressigt. Die Fruchtfliegen zwängen sich durch die von oben trichterförmigen Löcher in das Glas und ertrinken im Wein. Durch die Löcher kommen sie nicht mehr hinaus. So reduziert sich das Fruchtfliegenaufkommen in der Küche auf ein erträgliches Maß und neue Fruchtfliegen finden überwiegend den Weg ins Glas.
Fruchtfliegenfalle selbst gebaut
Vermutlich geht auch ein Glas mit Twist-Off-Deckel, aber die brauchen wir ja für Marmelade.

Auch bei frischem Obst scheinen ein paar Zweige Lavendel zu helfen, damit die Fruchtfliegen nicht so schnell und nicht so viele rangehen. Ganz ausschließen lässt es sich aber natürlich nicht.
Kirschen mit Lavendel gegen Fruchtfliegen
Viel Spaß beim ausprobieren. Berichtet gerne über eure Erfahrungen oder auch ein anderes Hausmittel gegen Fruchtfliegen.

UPDATE 03.08.2013: Ich habe das in den Kommentaren vorgeschlagene System der offenen Fruchtfliegenfalle in Konkurrenz zum hier beschriebenen System mit Deckel getestet.