Sonntag, 6. Oktober 2013

Junge Raupe einer Pfeileule am Apfelbäumchen

An einem unserer kleinen Apfelbäumchen im Topf habe ich eine sehr auffällige Raupe endeckt. Kräftig gelber Rückenstreifen und schwarzes Horn, seht selbst:
Pfeileule a Apfelbäumchen Pfeileule Nahansicht
Nach der gar nicht so einfachen Bestimmung (bin kein Experte und kann daher nur mit Bildern und ohne Systematik bestimmen) wurde sie dann auf der Weißdornhecke ausgesetzt. Das sollte ihr eigentlich genauso munden, wie das kleine Apfelbäumchen.

Bei der Raupe handelt es sich um eine junge Pfeileulenraupe (Acronicta psi). Bei älteren Raupen verfärbt sich das gelbe Band weiß. Die Raupe kann an ganz vielen Laubgehölzen vorkommen und ist wohl recht häufig. Mir ist sie trotzdem zum ersten Mal aufgefallen.

Der Falter selbst ist ein unauffälliger Nachtfalter.

Die Fotos sind vom 02.10.2013

Freitag, 4. Oktober 2013

Hokkaido-Ernte 2013: ca. 60 Kg

Fünf Obstkisten bzw. anderthalb Schubkarren voll sind zusammen gekommen. Damit ist die Hokkaido-Saison für dieses Jahr am 01.10.2013 erfolgreich abgeschlossen. Ich habe nicht gewogen, schätze aber mal, es sind ca. 60 Kilo Hokkaido-Kürbis.

Das Kürbisbeet, die Hokkaido-Pflanzen geben langsam auf, man sieht die vielen vertrockneten Blätter:
Kürbisbeet mit Hokkaido
In der Nahansicht sieht man das viele Ackerschachtelhalb dazwischen - macht nichts, wenn der Kürbis erstmal soweit ist, hält ihn nichts mehr auf.
Hokkaido-Kürbis
Erste Schubkarre:
Schubkarre voll Hokkaido-Kürbis
Und noch eine Halbe:
Hokkaido halbe Schubkarre
Da haben wir die Ernte im Trocknen. die zwei Kürbisse in der rechten Kiste habe ich beim Ernten beschädigt. Die werden deswegen ebenso wie die Patisson-Kürbisse zuerst verbraucht.
Hokkaido fünf Obstkisten
Die Kürbisse waren in diesem Jahr ausgezeichnet. Vielleicht sollten wir im nächsten Jahr noch mehr und noch mehr Sorten anbauen. Hokkaido ist ja inzwischen ein Allerweltskürbis und hat die Gelben Zentner fast völlig verdrängt. Es gibt aber ja noch eine Vielzahl leckerer und lagerfähiger Sorten.

Wer Tipps oder vielleicht sogar ein paar Samen übrig hat, darf die gerne in den Kommentaren bzw. bei der Postanschrift im Impressum loswerden...

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Im Zeichen des Rehbocks: Unser Paprikajahr 2013

Es fing eigentlich gut an. Die im Winter vorgezogenen Chilis und Paprikapflanzen haben wir im Mai erfolgreich ausgepflanzt. Da kam der Rehbock wenige Tage später das erste Mal. Die ganze Reihe Chilis hat er entweder geköpft oder bei den größeren Pflanzen die Blätter abgefressen.

Das hat die armen Pflänzchen natürlich in ihrer Entwicklung deutlich beeinträchtigt, auch wenn nur zwei davon ganz eingegangen sind. 

Vor ungefähr einem Monat hat er dann eine der kleinen scharfen Chilipflanzen völlig zerfetzt und in 1,50 Meter Umkreis auf dem Beet verteilt. Die Schoten waren alle noch grün, aber immerhin schon scharf. Unsere Vermutung war, dass er an einer Chilischote geknabbert hat und dann sozusagen in Raserei verfallen ist, weil er das Brennen im Maul nicht loswurde. Wenige Tage später, hat er allerdings in gleicher Weise eine Gemüsepaprika verwüstet.

Nun war einige Zeit Ruhe - Ruhe vor dem Sturm sozusagen, denn vor ein paar Tagen hat er wieder die gesame Reihe geräubert und von sämtlichen Gemüsepaprika praktisch alle Blätter abgefressen. Die Pflanzen sehen jetzt so aus wie Bonsais mit überdimensionierten Früchten.
Vom Rehbock abgefressene Gemüsepaprikas Abgefressene Paprika
Ob alle Früchte vor den ersten Frösten reif werden, ist auch noch so die Frage. Die scharfen Chilis, insbesondere die gelben Lemon Drops und die kleinen scharfen Chilis werden wir versuchen auf der Fensterbank zu überwintern.

Momentan ist die Überlegung, einen 1,60 Meter hohen Wildschutzzaun um den ganzen Gemüseacker und unser "Baumschulbeet" daneben zu ziehen. Kostenpunkt wären allerdings mindestens 500-600 €.

Donnerstag, 26. September 2013

Speck der nach Gülle riecht und schmeckt

Bauchspeck von Aldi, noch ewig haltbar, verschlossen im Kühlschrank gelagert.

Roch schon beim Aufmachen etwas eigenartig - wie Gülle bzw. Schweinestall.

Sowas habe ich noch nie erlebt. Der Geruch ging auch durchs Braten nicht weg. Ich habe ein kleines Stück probiert und es schmeckte auch widerlich nach Schweinestall. Konnte ich nurnoch wegwerfen.

Mich würde echt mal interessieren, was die mit dem Schwein bzw. dem Speck gemacht haben. Hat jemand schonmal ähnliche Erfahrungen gemacht?

Samstag, 21. September 2013

Rezepte mit Patisson-Kürbis (Tellerkürbis)

Wenn man einen großen Garten hat und Tellerkürbisse (Patisson) anbaut, stellt sich nach gewisser Zeit die Frage: Wie verwertet man die vielen Kürbisse? Bei der Recherche im Internet nach Patisson-Kürbissen findet man zwar einige Rezepte. Wenn man sich allerdings an den typischen Kürbisgerichten wie Hackpfanne oder Kürbissuppe satt gegessen hat, gibt das Internet meiner Meinung nach nicht mehr viel her. Bleibt also nur eine Lösung: Selbst kreativ werden!

Hier ist eine Auswahl der Rezepte, die uns am besten gefallen. Die Rezepte sind für etwa zwei Personen. Die Tellerkürbisse braucht man nur schälen, wenn die Schale sehr hart ist, ansonsten kann man die Schale gut mitkochen und –essen. Leider waren die Gerichte teilweise zu lecker und zu schnell aufgegessen, so dass es nicht zu allen Rezepten ein Foto gibt. Wenn jemand Lust hat, die Gerichte nachzukochen und uns ein Foto zusenden möchte, freuen wir uns natürlich sehr.


Nudeln mit Erdnuss-Kürbis-Soße

Zutaten
Zubereitung
½ Tellerkürbis
2 Frühlingszwiebeln
2-3 TL Erdnusscreme
2 EL Sojasoße
1 Schuss Sahne
Olivenöl zum Anbraten
Curry, Chili, Koriander, Salz, Pfeffer
Nudeln
  1. Tellerkürbis in Streifen hobeln und anbraten, bis er weich ist, dann Frühlingszwiebeln dazu
  2. Pfanne ablöschen mit Sojasoße und Sahne, evtl. etwas Gemüsebrühe dazu
  3. Erdnusscreme einrühren
  4. abschmecken mit Gewürzen
  5. dazu Nudeln kochen


Kartoffelstampf mit Salat, Tellerkürbis und Curry-Nuss-Soße

Kartoffelstampf mit Salat, Tellerkürbis und Curry-Nuss-Soße 

Zutaten
Zubereitung
Kartoffeln
Grüner Salat
Frühlingszwiebeln
Tellerkürbis
Mehl + Butter
Brühe
Sahne
Creme fraîche
Öl zum Anbraten
Erdnusscreme
Curry, Thymian, Salz, Pfeffer, Chili
  1. Kartoffeln kochen und mit Gabel zerdrücken
  2. auf die Kartoffeln den klein geschnittenen Salat geben
  3. darauf gehobelten, angedünsteten Tellerkürbis und angedünstete Frühlingszwiebeln geben
  4. darauf viel Soße
  5. Zubereitung der Soße: aus Mehl und Butter eine Bechamelsoße zubereiten und mit Milch und Sahne strecken, dann etwas Erdnusscreme einrühren und mit Gewürzen abschmecken. Die Soße kann ruhig etwas würziger sein, weil die Kartoffeln und der Salat nicht so würzig sind).

Tortellini-Kürbis-Pfanne
Tortellini-Kürbis-Pfanne

Zutaten
Zubereitung
½ Tellerkürbis
1 große Fleischtomate
2 kleine Zwiebeln
½ Knoblauchzehe
200 ml Brühe
100 ml Milch
1/3 Becher Creme fraîche
Öl zum Anbraten
Chili, Salz, Curry, Zucker
400g Fertigtortellini (2min Kochzeit)
  1. Tellerkürbis in sehr kleine Würfel schneiden und mit den kleingeschnittenen Zwiebeln anbraten
  2. Tomate sehr klein schneiden
  3. Kürbis mit Brühe, Milch und Tomaten ablöschen und einkochen lassen
  4. zum Schluss mit Creme fraîche, Knoblauch und Gewürzen abschmecken
  5. Tortellini kochen und dazugeben


Kürbis-Petersilien-Sahne-Nudeln mit Erbsen

Zutaten
Zubereitung
1 Kürbis
2 Zwiebeln
Erbsen (nach Belieben)
Bandnudeln
1 EL Erdnusscreme
1 EL Sojasoße
Viel Petersilie
Pfeffer, Salz, Curry, Brühepulver, Chili
Ca. 1 Becher Sahne
Ca. 200 ml Wasser und etwas Milch

  1. Nudeln kochen
  2. Kürbis und Zwiebeln würfeln und andünsten
  3. Alles außer Petersilie dazu und kochen lassen
  4. Zum Schluss Petersilie dazu
  5. Bandnudeln kochen und unterrühren

Diesen Artikel hat meine Freundin verfasst. Er gibt unsere bisherigen Kochversuche wieder. Wir freuen und über weitere Anregungen und Kommentare.


Freitag, 20. September 2013

Terra Preta Topfversuch mit Kopfsalat - Vergleich unterschiedlicher Erdmischungen: Stand nach 4 Tagen

Lange habe ich nichts mehr über meine Experimente mit Terra Preta geschrieben. Tatsächlich verwenden wir unseren selbstgemachten Terra-Preta-Kompost inzwischen viel in Blumentöpfen, z.B. für unseren Grünspargel.

Schon länger wollte ich vergleichende Topfversuche machen, habe mich aber nie aufraffen können. Nun hat mir die Palaterra GmbH & Co. KG zwei Säcke ihres kommerziellen Terra-Preta-Substrats Palaterra®2 zu Testzwecken zukommen lassen. Die Firma wirbt speziell auch mit den enthaltenen Mikroorganismen und Pilzen. Zeit, einmal deren Bedeutung zu testen und einen Vergleich mit meinem Self-Made-Produkt anzustellen.

Als Vergleichskultur habe ich Kopfsalat gewählt, weil er rasch keimt und ich die Hoffnung habe, noch in diesem Jahr Köpfe zu ernten, die ich dann vergleichswiegen kann. Am 18.8.2013 habe ich die Töpfe gefüllt und am nächsten Tag jeweils etliche Kopfsalatsamen gesät. Es waren nicht gleichmäßig viele, so dass die Keimquote nicht aussagekräftig ausgewertet werden kann. Eine Tendenz kann man aber vielleicht schon ablesen. Gleich nach dem Säen hat es außerdem kräftig geregnet, so dass auch das Verschlämmen der Oberfläche einen unterschiedlichen Einfluss gehabt haben kann. Sterilisiert habe ich die Erde soweit angegeben in der Mikrowelle, um die Bodenorganismen und etwaige Unkrautsamen abzutöten.

Die Töpfe im Einzelnen, Fotos vom 23.8.2013 mit den ersten Keimlingen:

1. Gartenerde (GE)
1. Topf mit Gartenerde
2. Sterilisierte Gartenerde (GE st.)
2. Sterilisierte Gartenerde
3. Palaterra2 (P2)- die kommerzielle Terra Preta, laut Hersteller ein "Bodenaktivator", Pflanzerde wäre eigentlich Palaterra1, die mir aber leider nicht zur Verfügung gestellt wurde. Der Beschreibung und Anwendungsempfehlung nach, kann der Unterschied aber nicht so ganz groß sein. Auffällig an dem Substrat war, dass es im Freien sofort angefangen hat an der Oberfläche zu schimmeln.
3. Palaterra2
4. Palaterra2 sterilisiert (P2 st.) - trotz Sterilisierung fängt auch dieses Substrat an zu schimmeln, man sieht die weißlichen Brocken.
4. Palaterra2 sterilisiert
5. Palaterra2 sterilisiert + Gartenerde (P2 st. + GE), 3 Teile GE auf 1 Teil P2. Das entspricht der Anleitung für das Mischungsverhältnis in Pflanzlocherde bei Gehölzpflanzungen. Das Foto habe ich irgendwie vergessen, optisch unterscheidet es sich aber nicht von

6. Palaterra + Gartenerde (P2 + GE) nach demselben Mischungsverhältnis.
6. Palaterra2 + Gartenerde 1:3
7. Gartenerde + Holzkohle (GE + HK), Verhältnis 3:1, Holzkohle ungemahlen.
7. Gartenerde + Holzkohle 3:1
8. Sand + Palaterra2 (Sand + P2), Verhältnis 3:1
8. Sand + Palaterra 2, 3:1
9. Terra Preta (TP) aus eigener Kompostierung, leider war der Kompost noch nicht ganz durch, entsprechend ist das Substrat noch nicht so toll wie gewünscht.
9. Terra Preta TP aus eigener Herstellung
10. Terra Preta sterilisiert (TP st.), natürlich wieder aus eigener Kompostierung. Mir taten die Asseln, Regenwürmer und sonstigen Bodenbewohner leid, die dabei in der Mikrowelle gebrutzelt werden mussten (ich konnte nicht alle raussammeln).
10. Terra Preta aus eigener Kompostierung sterilisiert
11. Terra Preta sterilisiert + Terra Preta (TP st. +TP), hier ist die Deckschicht aus sterilisierter Terra Preta, damit weniger Unkraut keimt.
11. Terra Preta mit Deckschicht sterilisierter Terra Preta
12. Tera Preta + Holzkohle (TP + HK), Verhältnis 3:1, Terra Preta mit einer Extraportion Holzkohle
12. Terra Preta + extra Holzkohle (3:1)
13. Terra Preta + Gartenerde (TP + GE), Verhältnis 1:1
13. Terra Preta + Gartenerde 1:103659_13
Dann dürfen wir mal auf die Ergebnisse gespannt sein, dazu mehr im nächsten Post zum Thema. Schonmal vorweg, der Versuch wird kein völliger Reinfall.

Hier gibt es das Ergebnis!

Alle Artikel zum Thema Terra Preta gibt es hier!

Mittwoch, 18. September 2013

Ganz viele kleine Füchse (Aglais urticae) an der Pfefferminze

Okay, die Bilder sind vom 23.8., aber ich musste auch erstmal nachschlagen, was für Schmetterlinge sich da in Massen auf den Blüten der Pfefferminze tummeln. Auf den Paar Pflanzen waren leicht 10 kleine Füchse (Aglais urticae) auf einmal.
Kleiner Fuchs 3 Kleiner Fuchs 2 Kleiner Fuchs Aglais urticae Viele kleine Füchse
An der Minze im Kräuterbeet waren außerdem noch etliche Kohlweißlinge zugange.