Mittwoch, 1. Februar 2012

Sanddorn – Vitamin C aus eigenem Anbau


Der folgende Artikel ist ein Gastbeitrag der Baldur-GartenGmbH.


Sanddorn-Sträucher erinnern an Ferien auf den ostfriesischen Inseln, Sand und Dünen. Aber Sanddorn im eigenen Garten anpflanzen – warum eigentlich nicht?
Die Sträucher mit den hübsch silbrigen, lanzettlichen Blättern tragen von Anfang August bis in den Dezember ihre typisch gelb bis orange-roten Früchte, die aussehen wie Perlenketten um einen Ast gewickelt.
Die kleinen Früchte sind aber nicht nur ansehnlich, sondern auch kleine Vitamin-Bomben. Der Gehalt an Vitamin C liegt um ein Vielfaches höher als bei Zitrusfrüchten und leckere Zubereitungsarten für Sanddornfrüchte gibt es viele – Saft, Marmelade, Mus oder Gelee sind nur einige davon. Wem die gesunden Früchtchen zu sauer sind, kann mit Honig die erwünschte Süße herbeiführen oder nach Geschmack mit anderen Obstsorten mischen.
Sanddorn-Früchte liefern nicht nur enorm viel Vitamin C, sondern auch Vitamin B12, das sonst nur in tierischen Organismen vorkommt. Deshalb sind Sanddorn-Produkte im Rahmen einer vegetarischen oder veganen Ernährung sehr zu empfehlen.
Sanddorn-Sträucher stehen gerne sonnig, sind pflegeleicht und robust. Sie mögen allerdings keine luftarmen, lehmigen Böden, sondern haben es lieber locker-sandig. Gedüngt werden muss Sanddorn in der Regel nicht, da die Wurzeln der Sträucher eine Symbiose mit Bakterien der Gattung Frankia eingehen und dadurch ausreichend mit Stickstoff versorgt werden. Frankia-Bakterien können Stickstoff aus der Luft fixieren und in eine pflanzenverfügbare Form umwandeln. Als Gegenleistung werden die Bakterien mit Kohlenhydraten aus der pflanzlichen Fotosynthese versorgt.
Wird Sanddorn künstlich gedüngt, kommt die Symbiose mit den Bakterien nicht zustande. In diesem Fall weisen die Früchte keinen Vitamin B12-Gehalt auf, weil dieses von den Bakterien produziert wird.
Da Sanddorn zweihäusig ist, müssen weibliche und männliche Pflanzen zusammen angepflanzt werden, damit die weiblichen Sträucher fruchten können. Die Bestäubung erfolgt nicht über Insekten, sondern durch den Wind, sodass die Sträucher nicht allzu weit auseinander stehen sollten.
Sanddorn vermehrt sich aber nicht nur über Samen, sondern auch vegetativ über Wurzelsprosse. Um zu verhindern, dass sich der Sanddorn auf diese Art im ganzen Garten ausbreitet, kann man die oberirdischen Ausläufer mit einem Spaten abstechen. Alternativ empfiehlt es sich bereits beim Setzen der Pflanzen an eine Wurzelsperre zu denken. Mit Barrieren aus Kunststoff, die mit einer Tiefe von etwa 70 Zentimetern ringförmig die Wurzeln umgeben und einige Zentimeter aus der Erde ragen, sollten Wurzelausläufer kein Problem sein.
Übrigens: Sanddorn-Sträucher machen sich auch als Hecke gut!



Kommentare:

  1. schade, ein gastbeitrag von baldur :(

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    1. Hier soll es auf Inhalte ankommen, ich passe schon auf, dass ich keine 0815-Werbetexte als Gastartikel annehme. Ich sehe aber auch keinen Grund, informative Gastartikel abzulehnen, nur weil ein Unternehmen dahintersteht.

      Wenn jemand inhaltlich etwas an dem Artikel auszusetzen hat, oder findet, dass wichtige Informationen fehlen, freue ich mich über entsprechende Kommentare.

      Meinungen über die Gastautoren könnt ihr mir gerne per Email schicken.

      lg
      Lorenz

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