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Donnerstag, 16. Juni 2011

Unkrautverjauchung Zwischenstand

Wie hier schon beschrieben, habe ich als Vorbereitung der Kohleveredelung im Rahmen meiner Terra Preta Experimente jede Menge Unkraut in eine blaue Tonne gepresst, mit Wasser aufgefüllt und verschlossen. Heute habe ich mal vorsichtig nachgeschaut, was draus geworden ist.

Ein Teil des Wassers ist verdunstet oder vom angetrockneten Unkraut aufgesogen worden, jedenfalls fehlten ein paar Zentimeter zur Maximalfüllung. Am Rand hatte sich entsprechend etwas Schimmel abgesetzt, da das Kraut dort herausschaute. Außerdem krochen einige ca. 0,5 Zentimeter lange Maden herum.Unkrautverjauchung mit Schimmelrand und Maden

Riechen tut es auch schon sehr jauchig und das Kraut hat schon ordentlich Volumen verloren. Die Schönheitsfehler Schimmel und Maden habe ich mit einem Eimer Wasser beseitigt, sprich die Tonne wieder aufgefüllt und verschlossen. Die Verjauchung scheint auch noch in vollem Gange zu sein. Nicht nur, dass das Wasser stinkt, es steigen auch viele Blasen auf.Unkrautjauche nachgefüllt

Den Deckel habe ich zwar wieder fest verschlossen, der Gasdruck wird ihn aber schnell wieder einen Spalt hochdrücken. Weil das Experiment gut zu laufen scheint, habe ich die zweite blaue Tonne in gleicher Weise gefüllt und mit Wasser angesetzt. Wegen der Geruchsbelästigung und der unschönen Optik habe ich sie aber neben dem Komposthaufen aufgestellt.

Freitag, 3. Juni 2011

Terra Preta Nova Teil 4: Fermentation gescheitert, nun anaerobe Verjauchung

Wie schon berichtet, habe ich versucht, Küchenabfälle in blauen Plastiktonnen mit Deckel zu fermentieren. Da nicht genug Küchenabfälle anfallen, wurden die Tonnen jeweils über mehrere Wochen befüllt. Außerdem habe ich wohl nicht fest genug zusammengedrückt, vielleicht war auch der Deckel nicht dicht genug. Woran auch immer es gelegen hat, statt des gewünschten erdigen Bouquets stellte sich ein Gestank nach Biotonne ein. Außerdem schimmelte die Oberfläche kräftig.

gescheiterte Fermentation Gestank und Schimmel

Vielleicht kann man es auf dem Foto nicht so gut sehen, aber das Weiße oben drauf ist jede Menge Schimmel. Ich fürchte, mit meinen Mitteln wird es schwierig, eine saubere Fermentation hinzubekommen. Vielleicht versuche ich es später nochmal, erstmal geht mir aber so langsam die Holzkohle aus. Da die Kompostierung wesentlich besser zu funktionieren scheint, und ich noch eine neue Idee hatte, wird der Fermentationsversuch erstmal bis auf weiteres auf Eis gelegt.

Eine Tonne habe ich neu befüllt und zwar mit kräftig zusammengepresstem Unkraut, dass in entsprechender Menge gerade ungenutzt auf dem Kompost lag. Jauchen enthalten ja auch einen Haufen zersetzende Mikroorganismen, warum also nicht verjauchen. Bei der Jauchebereitung ist umstritten, ob sie mit oder ohne Luftabschluss stattfinden soll. Meine Brennesseljauche stelle ich aerob her, für das Experiment habe ich nun einen anaeroben Ansatz gewählt. Dafür habe ich die Tonne nach dem Befüllen mit viereinhalb Gießkannen Wasser bis zum Rand aufgefüllt und dann gründlich mit dem Deckel verschlossen.

Der neue Plan ist, in einigen Wochen, wenn die kleineren Pflanzenteile zerfallen und das Ganze etwas zusammen gesackt ist, Kohle aufzufüllen und einige Tage bis Wochen einweichen zu lassen. Durch die Saugfähigkeit der Kohle, sollten so die gelösten Nährstoffe und die in der Brühe schwimmenden Mikroorganismen aufgenommen werden.

Nachtrag: die entstehenden Gase haben den Deckel einen Spalt aufgedrückt, insofern wird oben vielleicht ein wenig Luft rankommen, solange genügend Gas ausströmt vielleicht aber auch nicht.

Nachtrag 2: kleiner Zwischenstand von der Verjauchung.

Terra Preta Nova Teil 1: Ausgangsüberlegungen, Grundlagen (mit Verweisen auf alle weiteren Teile)

Terra Preta Nova Teil 3: Fermentation und Kompostierung (Versuchsanordnung der gescheiterten Fermentation und der erwähnten Kompostierung)