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Donnerstag, 31. Oktober 2013

Walnüsse trocknen in Einweggemüsekisten

Nicht gewogen, aber eimerweise gesammelt.
Walnussernte 2013
Die alle paar Tage während der Erntezeit gesammelten Nüsse waschen wir in Salzwasser. In vorherigen Jahren hatten wir teilweise viele Nüsse mit Pilzbefall, vielleicht hat das Salz ja eine hemmende Wirkung. In erster Linie soll aber Erde und Staub abgewaschen werden. Nass sind die Nüsse in der Regel eh schon.
Die gewaschenen Nüsse werden 1-2-lagig in blaue Einweggemüsekisten geschichtet, zunächst maximal zwei übereinander und darunter immer eine leere Klappkiste, damit auch von unten Luft rankommt.
So trocknen sie einige Tage vor dem warmen Ofen. Der Ofen sorgt auch für eine geringe Luftfeuchte, so dass die Feuchtigkeit der Nüsse gut aufgenommen werden kann.
Nach einigen Tagen sind die Nüsse relativ trocken und können bei Kistenmangel etwas zusammengeschüttet werden. Sie sollten dann aber noch einige Wochen bei Zimmertemperatur weitertrocknen und natürlich nicht in geschlossenen Behältnissen oder Plastiktüten gelagert werden.

Montag, 12. August 2013

Was soll ich mit dem Dillwald machen?

Dill ist ein leckeres und unproblematisches Gewürzkraut, dass besonders lecker zu Fisch oder in Salaten schmeckt. Leider mag Dill nicht jeden Boden und weigert sich bei ungünstigen Bedingungen zu keimen. Bei uns sind die Bedingungen offensichtlich ideal, denn er sät sich fleißig selbst aus und keimt immer zuverlässig.
Heraus kommt dann ein solcher Wald aus Dillpflanzen:
Dillwald
Die große Preisfrage ist nun allerdings, wie man eine größere Menge Dill gut haltbar machen und dabei einen großen Teil des Geschmacks erhalten kann.

Was wirklich gut funktioniert, ist einfrieren. Kräuter dafür nach Bedarf waschen, trockentupfen oder schleudern und dann einfrieren. Nachteil ist, dass der Dill so nur mit Kühltasche und vielen Kühlelementen transportabel ist und sich in der Tüte irgendwann Eis bildet, wenn man öfter was rausnimmt.

Normales Trocknen funktioniert zwar, aber der Geschmack ist danach  praktisch weg.

Trocknen mit Salz funktioniert bei Schnittlauch, der sich normal auch nicht trocknen lässt gut, beim Dill ist der Geschmack aber trotzdem weg.

Hat vielleicht jemand gute Erfahrungen mit einem bestimmten Verfahren gemacht oder hat Tipps, wie es mit dem Trocknen vielleicht doch noch klappen könnte?

Mittwoch, 4. Januar 2012

Pilzernte: über ein Kilo Austernseitlinge

Nachdem ich nach Weihnachten Pilze an einem Apfelbaum gefunden und mittlerweile als Austernseitlinge (Pleurotus ostreatus) identifiziert habe, habe ich vor ein paar Tagen über ein Kilo der Pilze ernten können. Austernpilze findet man auch manchmal im Supermarkt. Sie haben keine hochgefährlichen Verwechslungspartner und sind damit ein relativ ungefährlicher Winterpilz (wen man beim Ernten nicht abstürzt, denn sie wachsen gerne in unerreichbarer Höhe). Eine Verwechslung ist insbesondere mit dem Gelbstieligen Muschelseitling (Sarcomyxa serotina) möglich, der jedoch einen gelblichen, jedenfalls nicht rein weißen Stiel hat. Der Gelbstielige Muschelseitling wurde früher gegessen, steht inzwischen aber zumindest im Verdacht krebserregende Substanzen zu enthalten. Eine Verwechslung ist auch mit dem Lungenseitling (Pleurotus pulmonarius), auch Sommerausternseitling genannt möglich, aber ungefährlich, da der Lungenseitling ebenfalls essbar und dem Austernseitling insofern in jeder Hinsicht sehr ähnlich ist. Eine Unterscheidung soll durch den Geruch möglich sein. Der Lungenseitling soll leicht nach Anis riechen, was aber ein eher unzuverlässiges Kriterium ist.

Vor der Ernte:
Austernseitlinge am Apfelbaum
Gerade außerhalb meiner Reichweite, also mit Leiter ernten.
Austernseitlingsernte mit Leiter
Geschafft, über ein Kilo Austernseitlinge!
Austernseitlingsernte
Die Stiele, bzw. Ansätze sind gerade bei den größeren Pilzen zäh, schon fast holzig. Ich habe sie daher herausgeschnitten und zum Trocknen aufgefädelt. Später will ich Pilzmehl zum Würzen daraus herstellen. Doe dunklen Stücke sind Judasohren auf einer zweiten Kette.
Austernseitlinge und Judasohren Trockenkette
Die Ernte habe ich erstmal eingefroren und werde dann zu gegebener Zeit über meine kulinarischen (Miss)erfolge damit berichten.

Update 21.03.2012: Hier jetzt etwas verspätet die Versprochenen Zubereitungserfahrungen.