Dienstag, 3. Januar 2012

Himbeeren ausschneiden

Himbeeren sind eine wirklich pflegeleichte Dauerkultur. Die Hauptarbeit ist das Ernten. Im Prinzip kann man auch noch zwischen den Reihen mähen, wenn man es lässt, kommen die Himbeeren damit aber auch klar. Im Winter kommt dann noch das Ausschneiden hinzu. Himbeeren tragen in der Regel (es gibt Ausnahmesorten) am zweijährigen Holz. Jeden Winter hat man also die Aufgabe die mehrjährigen Triebe bodennah abzuschneiden und nur die einjährigen Triebe stehen zu lassen. Die mehrjährigen Triebe erkennt man an den teilweise abgestorbenen Verästelungen. Die jungen Triebe sind gerade und ohne Verzweigungen. Im Rahmen der Schnittmaßnahmen kann man auch außer der Reihe wachsende Triebe entfernen, damit man zwischen den Reihen mähen kann und die Jungtriebe an gespannte Drähte binden, damit sie nicht auf dem Boden hängen und man sie besser ernten kann.

Es bietet sich nicht an, den Bewuchs unter den Himbeeren zu entfernen. Zwar ist das Gras eine gewisse Wurzelkonkurrenz, es schützt den Boden aber auch vor Austrocknung und Himbeeren mögen keine Trockenheit. Es wäre also unnötiger Aufwand, den Boden kahl zu halten und regelmäßig zu gießen und Unkraut zu jäten.

Ist eine Kultur so alt wie die unsere, wachsen die Himbeeren auch schonmal aus der Reihe oder bilden Wurzeltriebe über einige Meter in die Wiese. Beim Ausschneiden musste ich sogar ein paar Haseltriebe entfernen, die schon dazwischen wachsen. Ich weiß nicht genau, wie alt die Himbeerkultur ist, es sind aber wohl mindestens 20-30 Jahre. Dafür beschert sie uns Jahr für Jahr noch eine recht ordentliche Ernte. Für alle, die nur mal so naschen wollen, bieten sich Monatshimbeeren an. Sie reifen beinahe das ganze Jahr über, bringen aber weniger und vor allem keinen gleichzeitigen Ertrag.

Vorher:
Himbeeren vor dem Ausschneiden
Nachher:
Himbeeren ausgeschnitten

Montag, 2. Januar 2012

Den Weihnachtsbaum aufräumen

Nein, ich sortiere nicht die Kugeln am Baum farblich um oder zupfe lose Nadeln ab. Der Weihnachtsbaum aus dem eigenen Garten war nur schon ein paar Jahre überfällig und wir konnten daher nur die Spitze verwenden (immernoch knapp Deckenhöhe). Dennoch haben wir den Baum natürlich nicht mit der Leiter abgesägt, sondern ihn in erreichbarer Höhe gefällt und dann noch ein ganzes Stück (bequem noch ein großer Weihnachtsbaum) abgeschnitten. Diese Reste habe ich also aufgeräumt. Die Reiser auf einen Haufen, der
Stamm zum Brennholz...
Die Rest des Weihnachtsbaums Fichtenreiser Der Stamm Auf transportable Länge zerlegt
Zum Glück lässt sich das frische Holz noch gut mit der Astschere abschneiden. Irgendwann were ich mir eine richtig gute Schere leisten. Bisher schlägt sich das billige Baumarktexemplar aber gut. Von den grünen Teleskopastscheren von Aldi-Nord kann ich hingegen nur abraten. Ich habe schon zwei davon verbogen...

7 neue Apfelbäume

Bei unserem alten Bestand von über Hundert Obstbäumen fallen immer wieder Bäume aus. Außerdem haben wir nur wenige Apfelsorten und möchten die Bandbreite etwas erweitern. Kurz vor Weihnachten haben wir daher 4 von 7 neuen Apfelbäumen gepflanzt.

Sie waren zunächst auf dem Acker eingeschlagen, wo sich leider ein Hase daran vergriffen hat. Zum Glück dürfte der Schaden an den Stämmen noch nicht so groß sein, dass die Bäume es nicht überstehen. Die Bäume sind nun natürlich alle am Stamm eingedrahtet. Im Gegensatz zu den Hasen, benehmen sich die Rehe in diesem milden Winter bisher recht manierlich und haben noch keinen Schaden im Garten angerichtet.

Die neuen Bäume sind: 1 Gravensteiner Hochstamm, der Rest Halbstämme, nämlich 1 Roter Gravensteiner, 1 Ingrid Marie (davon haben wir auch noch ein paar alte Bäume), 1 Berner Rosenapfel, 2 Seestermüher Zitronenapfel, 1 Sorte auf die ich grad nicht komme.

Teilweise haben wir die Bäume in vorhandene Pflanzplätze (eingedrahtet gegen Rehverbiss) gesetzt, in denen wir Ausfälle durch Hasen hatten. Eigentlich müssten die Bäume groß genug sein, um mit Rehen fertig zu werden, aber warum den Draht abmontieren. Der Stamm bekommt auf jeden Fall je eine Drahtmanschette gegen Hasenfraß und die Wurzeln kommen in einen Korb aus Wühlmausdraht. Die Pflanzlöcher sind ca. 50x50x50 cm groß und dem Aushub wird beim Pflanzen noch Kompost beigemischt.  Das Ergebnis sieht dann ungefähr so aus:
Gravensteiner Hochstamm:
Apfelhochstamm Gravensteiner Apfelhalbstamm Neupflanzung
Die restlichen drei Bäume müssen auch noch irgendwann vor dem Frühjahr gepflanzt werden, die Löcher sind schon ausgehoben.

Sonntag, 1. Januar 2012

Frohes Neues Jahr 2012!

Ich wünsche allen Lesern ein großartiges Jahr 2012. Viel Erfolg beim Umsetzen der guten Vorsätze und viel Spaß insbesondere bei der Gartenarbeit.

Ich möchte mich bei euch für die vielen Kommentare bedanken, die mich immer wieder motivieren, neue Artikel zu schreiben. Vielen Dank auch an die ganze Gartenbloggergemeinde, die mich immer wieder mit interessanten Neuigkeiten, Erfahrungen und Anregungen versorgt, was man im Garten noch alles anstellen und worüber man noch so bloggen könnte.

Samstag, 31. Dezember 2011

Unser Garten als archäologische Ausgrabungsstätte

Zumindest kamen wir uns gestern beim Ausheben der Löcher für den zweiten Abschnitt der neuen Grenzhecke so vor. Immer wieder stießen wir auf Scherben und Ziegelstücke. Am Ende hatten wir eine gute Ausbeute. So machen sie noch nicht viel her: Gesammelte Funde
Gewaschen sieht es schon besser aus: Gesammelte Funde gewaschen
Das Prunkstück der Sammlung ist das grüne Stück eines Kachelofens, das meine Mutter auf 16. Jahrhundert schätzt. Auch die drei schwarzen Stücke stammen von einer Ofenkachel. Ofenkacheln lassen sich an Hand der Muster und Farben wohl recht gut datieren, da sie häufig nur über einen verhältnismäßig kurzen Zeitraum produziert wurden.

Freitag, 30. Dezember 2011

Permakulturbeet 7 Monate nach Neuanlage

Heute will ich euch mal einen Jahresbericht zu meinem Permakulturbeet geben.

Von meinen Sämereien ist das Meiste nicht aufgelaufen. Kürbis Totalausfall, Möhrchen nur zwei aufgelaufen, Feuerbohnen zwei von 10 gewachsen, die aber dafür ordentlich.

Besser haben sich die Pflanzungen bewährt. Das kleine Stück Meerrettich ist zu einer ordentlichen Pflanze geworden, die jetzt natürlich nicht mehr zu sehen ist. Der Schnittlauch ist auch angewachsen. Ein aus dem Gemüseacker gerettetes Radieschen ist groß geworden, hat allerdings dieses Jahr noch nicht geblüht. Wenn die Rehe es nicht fressen, wird es vielleicht im nächsten Jahr was mit Samen.

Am Besten sind die Sachen gekommen, die ich nicht bewusst angpflanzt habe. Einige Kartoffeln waren wohl noch in der Komposterde, aus zwei oder drei Pflanzen ist fast ein Eimer Kartoffeln herausgekommen. Ein paar (ich vermute mal) Stockrosen haben sich angesät und werden dann nächstes Jahr blühen, auch ein Mutterkraut hat sich ausgesät und ist schon ein richtiger Busch geworden. Zitronenmelisse und Klatschmohn sind auch so gekommen.

Der Arbeitsaufwand mit dem Unkrautjäten war sehr überschaubar. Ab und zu habe ich die größeren Unkräuter, vor allem Löwenzahn, Gras und Brennesseln rausgerissen. Die meiste Arbeit hat das Ausreißen am Rand gemacht, damit die Quecken und Gräser nicht so ins Beet hineinwachsen. Bei einer größeren Fläche wäre die Bilanz sicher noch positiver. Feuerbohnen werde ich nächstes Jahr wieder legen und Kürbisse werde ich nochmal probieren. Außerdem habe ich mir Zuckerrübensaat ertauscht von der sich sicherlich auch ein Saatkorn in das Beet verirren wird. Ansonsten hoffe ich auf die Saat im Boden. Permakulturbeet nach 7 Monaten
Das Riesenradieschen:
Riesenradieschen im Permakulturbeet
Mohrrübe mit abgefressenem Kraut: Möhre im Permakulturbeet
Der Mutterkrautbusch, er fängt schon wieder an zu blühen...
Magerite im Permakulturbeet

Die Beetanlage

25 Tage nach Neuanlage

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Hecke pflanzen erster Abschnitt (Pflaume + Josta)

Nach der Aufräumaktion haben wir gestern auch noch mit dem ersten Abschnitt der neuen Grenzhecke begonnen. Dafür hatten wir schon vor einigen Monaten den Bereich mit Silofolie abgedeckt, damit das Gras und die Brennesseln darunter absterben. Heckenplatz mit Plane Heckenplatz ohne Plane
Wie man sieht, ist der Bewuchs auch ziemlich hinüber, nur ist er so ganz ohne Wasser nur vertrocknet und nicht wie erhofft kompostiert. Also mussten wir erstmal das Gras abharken. Auch der Boden ist durch die Behandlung eher unbelebt und vor allem steinhart geworden. Nur mit Grabgabel und Spitzhacke! ließen sich notdürftige Pflanzlöcher aus dem Boden kratzen. Erdloch harter Boden
Zusätzlich behindert wurden die Grabungen noch durch die Wurzeln der großen Tanne daneben und durch einen Haufen eingewachsene und -gewurzelte Kunststoffbänder. Strohballenbänder ausgegraben
Mit je einer knappen Karre Kompost aufgefüllt haben die drei Zwetschgen und die zwei versetzt davor gepflanzten Jostasträucher hoffentlich nun die Chance eine Hecke zu werden. Gegen das Überwuchern haben sie alle noch eine Mulchscheibe aus direktrecycelten Pappkartons bekommen, die das heutige Wetter hoffentlich nicht weggeweht hat. In den kommenden Tagen muss dan unbedingt noch ein Zaun drumherum, sonst verbeißen die Rehe die Pflanzung spätestens beim ersten Schnee. Hecke mit Mulchscheiben Hecke mit Mulchscheiben und Erde
Falls ihr euch jetzt über die unterschiedliche Größe und Qualität der Bilder wundert, ich wollte das mal ausprobieren. Das obere Bild ist ca. 300 kb, das untere bloß ca. 45 kb groß. Habt ihr Schwierigkeiten mit der Anzeige solcher Bilderartikel oder geht das? Ich finde die Bildqualität bei der kleineren Variante offen gestanden nicht so prickelnd, aber die Artikel würden natürlich wesentlich schneller laden.

Bericht über die Anlage des zweiten Abschnitts