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Freitag, 3. Juni 2011

Mit der Sense gegen die Gierschblüte

Ich habe nicht den Ehrgeiz den Giersch, der sich leider in unserem Garten angesiedelt hat, auszumerzen. Ich kann aber wenigstens versuchen, ihn daran zu hindern, dass er sich auch noch durch Samen verbreitet. Das das Teufelszeug gerade anfängt zu blühen und weil ich mir - angeregt von den tollen Videos von RRHase - vorgenommen habe, mal die Sense etwas intensiver auszuprobieren, bin ich dem Giersch mit der Sense zu Leibe gerückt. Zum Glück ist die Verbreitungsfläche (noch) überschaubar. Die Sense habe ich dankenswerterweise letztes Jahr bei meinen Großeltern abstauben können.Sense am Apfelbaum (Ontario)

An das Dengeln und Schärfen habe ich mich noch nicht gewagt, die Sense ist aber noch einigermaßen scharf. Meine Mähtechnik lässt noch zu wünschen übrig. Das Kraut ist stellenweise etwas hoch (so 20 cm) abgemäht. Schöne Halbkreisschwünge kriege ich auch nur mit größter Kraftanstrengung hin, also habe ich es gelassen. Insgesamt ging es aber recht gut, war aber auch verdammt schweißtreibend und gege Ende habe ich nicht mehr allen Giersch gemäht, sondern nur dort, wo er blühte, oder kurz davor war. Mir ging das Sensen vor allem in den rechten Arm und die rechte Schulter. Um größere Flächen zu Mähen, fehlt mir offensichtlich die Kraft und Ausdauer. Es hat aber dennoch Spaß gemacht und es ist ein befriedigendes Gefühl, die Reihen fallen zu sehen. Der Giersch hat jedenfalls ordentlich auf die Mütze bekommen und samt sich dieses Jahr nicht mehr aus, wobei wir bisher auch so immer Glück hatten.Gemähte Fläche mit Giersch

Montag, 23. Mai 2011

Unkraut in der Küche Teil 4: Gierschsuppe

Fresse deine Feinde lautet die Devise!

Das niederhöllische Unkraut Giersch, über dessen Existenz auf dem Grundstück ich mich schon geringfügig ärgere, ist nämlich immerhin essbar. Hier mein Rezept für eine schmackhafte Gierschsuppe. Das Rezept reicht für ca. 4 Personen als Vorsuppe (je 1 Teller).

Zutaten: 2 große Hände gewaschene Gierschblätter ohne dickere Stengel, 2 mittelgroße Kartoffeln, 2 Schalotten, 1/2 Liter Wasser, 1/4 Liter Milch, 1/2 Becher Creme fraîche, 2 Teelöffel Instant-Rinderbrühe, Pfeffer, Salz.

Zunächst wäscht und zupft man den Giersch. Ich habe nur intakte Blätter ohne Fraßstellen genommen, das muss man aber ja nicht unbedingt so genau nehmen. Auch die größeren Blätter, die schon etwas härter sind, habe ich mitverwendet. Den Giersch habe ich mit dem Wasser aufgesetzt und das Instant-Brühe-Pulver dazu gegeben. Dazu kommen die grob gehackten Schalotten und die Kartoffeln klein geschnitten, gehobelt, oder geraspelt, damit sie schneller gar werden. Der Giersch kann ruhig schon ein paar Minuten kochen, am besten setzt man ihn direkt nach dem Waschen auf und macht dann in Ruhe den Rest. Nach ca. 10 Minuten Kochzeit wird alles mit dem Zauberstab püriert. Nun kommt die Milch dazu, nochmal kurz aufkochen und mit Creme fraîche, Pfeffer, Salz und frischen Kräutern nach Wahl abschmecken. Das Rezept kann man natürlich auch variieren, z.B. mit anderen Kräutern oder Gemüse mischen, oder um eine Fleischeinlage, etwa angebratenen Speck, ergänzen.

Guten Appetit!

Die Gierschabfälle sind übrigens in Quarantäne gelandet, in einem Eimer dürfen sie an trockenem Standort ihr hartnäckiges Leben aushauchen, bevor sie kompostiert werden. Schließlich will ich die Pest ja nicht erst auf den Kompost und dann in die ganze Welt verbreiten...

Die Bilder gibt es diesmal am Schluss, da ich nicht gut dokumentiert habe und es leider auch versäumt habe, ein Foto im servierten Zustand zu machen. Schmecken tut es jedenfalls. Die Bilder sind in zeitlicher Abfolge. 1. Gierschblätter gewaschen, 2. Gierschsuppe vor dem Kochen, 3. Gierschsuppe fast fertigGierschblätter für GierschsuppeGierschsuppe vor dem KochenGierschsuppe fast fertig

Sonntag, 22. Mai 2011

Wie der Giersch in unseren Garten kam

Giersch ist so ziemlich das gruseligste Unkraut, das man sich im Garten vorstellen kann. Es ist praktisch nicht auszurotten und noch wesentlich schlimmer als Quecke. Bisher haben wir einigermaßen Glück gehabt, der Garten war gierschfrei. Hinter dem eigentlichen Garten haben wir aber noch eine Doppelreihe Apfelbäume. Vor einigen Jahren hat dort jemand (dem ich gerne den Hals umdrehen würde) einen Haufen Gartenabfälle hingekippt. Darin muss sich der Giersch befunden haben, denn von der Stelle aus erobert er nun jährlich einige Meter Boden in alle Richtungen.

Giersch

Zum Glück sind es noch mindestens ca. 100 Meter bis zum ersten Beet, früher oder später werden aber zumindest ein paar Samen dort ankommen. Unter den überall stehenden Obstbäumen gedeiht er auch prächtig.

Hier mein Rezept für Gierschsuppe.