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Freitag, 19. April 2013

Neuerwerbung: Edelstahl Obstpresse (Spindelpresse)

Nachdem wir im letzten Jahr mit zwei normalen Zentrifugenentsaftern Apfelsaft aus den James Grieve -Äpfeln gemacht haben und dabei mit viel Schaum und bei mir allergieauslösendem Saftnebel zu kämpfen hatten, wollen wir das Werkzeug in diesem Jahr etwas professionalisieren.

Seit einiger Zeit habe ich daher bei Ebay und in den Kleinanzeigen nach einer manuellen Spindelpresse zu einem erschwinglichen Preis gesucht. Schließlich sind wir vom Standartmodell mit holzverstrebtem Presskorb abgekommen und wollten eine Edelstahlpresse.

Der große Vorteil ist, dass Edelstahl hygienischer ist, man kann so ein Gerät abdampfen und mit dem Hochdruckreiniger bearbeiten. Es kann kein Lack abblättern und in den Saft geraten und rosten sollte es auch nicht. Bei schlechter Lagerung, etwa wenn es mal feucht wird, gammelt das Gerät im Gegensatz zu einem mit Holzteilen nicht.

Schließlich sind wir über Ebay-Kleinanzeigen fündig geworden und haben in der weiteren Umgebung eine selbstgebaute Edelstahlpresse mit ca. 10 Liter Korbvolumen und einem unbenutzten Presssack entdeckt und für 130 € erstanden. Viel Geld, aber hoffentlich auch die erhoffte Qualität.

Hier sieht man das grandiose Gerät, von dem ich im Herbst sicher mehr berichten werde. Es ist natürlich noch  nicht betriebsbereit montiert.
Saftpresse Spindelpresse Edelstahl
Ist richtig schwer. 30 kg wiegt das gute Stück bestimmt.

Montag, 15. April 2013

Obstmühle/Obstmuser gesucht!

Für unsere private Saft- und Obstweinherstellung haben wir uns vor einigen Wochen eine manuelle Spindelpresse zugelegt.
Im letzten Jahr haben wir zum Entsaften zwei Zentrifugenentsafter verwendet. Die machen aber sehr viel Schaum und vernebeln einen Teil des Apfelsaftes im Raum, was bei mir zu einer allergischen Reaktion geführt hat.
Um mit der Spindelpresse Saft zu machen, muss das Obst zunächst zerkleinert werden. Das geschieht mit einer (meist handbetriebenen) Obstmühle.

Vielleicht verstaubt ein solches Gerät ja noch bei jemandem im Keller. Als großes Paket lässt sich die Maschine mit der Post recht einfach verschicken. In der Umgebung könnten wir sie auch abholen. Die Gartenkasse wäre bereit, einen verhandelbaren zweistelligen Betrag aufzuwenden.

Natürlich würde eure Obstmühle dann auch hier auf dem Blog in schönstem Blitzlicht erstrahlen und berühmt werden. Bitte verbaut ihr diese Karrierechance nicht.

UPDATE 03.10.2013: Wir haben inzwischen erfolgreich eine manuelle Obstmühle angeschafft.

Montag, 28. Mai 2012

Rhabarbersaft, richtige und falsche Methode

Eine Kurze Notiz zur Herstellung von Rhabarbersaft. Klar, Rhabarbersaft soll man nicht dauernd trinken, wegen der Oxalsäure, aber mal ist er echt lecker und erfrischend.

Aus dem eigenen Rhabarber Saft zu machen war dann aber doch wieder nicht so leicht.

1. Versuch: Zentrifugenentsafter (falsch)
Ein ziemlicher Fehlschlag. Die drehende Messerscheibe des Zentrifugenentsafters setzt sich mit den Fasern zu und verstopft dadurch. Folge, man muss die Scheibe dauernd reinigen und der Aufwand für einen Liter Saft ist unvertretbar. Außerdem ist der Saft ziemlich trü, wobei die Schwebstoffe stark bitter sind. Das Filtrieren durch ein Geschirrtuch dauert ewig und wenn man drückt, kommen die kleinen Schwebstoffe doch wieder durch. Der Klare Saft schmeckt am Ende aber ganz gut.

2. Versuch: Dampfentsafter (richtig)
Wesentlich einfacher war es mit dem Dampfentsafter. einfach Rhabarber ungeschält aber gewaschen in Stücke schneiden und in den Entsafter werfen. Schale mit Wasser füllen, Herd anmachen und warten. Wenn man zu viel Wasser verdampfen lässt, wird der Saft irgendwann fad, weil die meisten Aromen schon gelöst sind. Der große Vorteil ist, dass man praktisch keine Schwebstoffe sondern klaren Saft hat. Wenn man ihn sofort heiß in Flaschen füllt, braucht man sich auch ohne Zuckerzusatz keine Sorgen um die Haltbarkeit machen. 1-2 Esslöffel Zucker auf dem geschnittenen Rhabarber sind hilfreich zum Entsaften und geben etwas Süße. Der Saft bleibt trotzdem ziemlich sauer, aber das gehört ja auch so. Einziger Nachteil der Methode ist, dass der Saft erstmal heiß ist und dass der Entsaftvorgang einige Zeit dauert. Für den frischen kalten Saft im Sommer ist es dann wohl besser auf Methode 1 oder auf Saft aus dem Keller zurückzugreifen.

Tipp: Weiß oder Roséwein und Rhabarbersaft gemischt sind eine fruchtige Erfrischung. Geht natürlich auch als Wein-Rhabarber-Schorle.

Tipp 2: Die bei der Rhabarberernte anfallenden Blätter lassen sich frisch gut als Mulch verwenden.