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Donnerstag, 8. November 2012

Endlich ein genießbares Topinamburrezept

Bisher konnten wir uns mit dem Geschmack der Topinamburknollen nicht so recht anfreunden, nun haben wir aber zumindest ein herbstliches Rezept, in dem man sie in größeren Mengen geschmacklich ansprechend verwerten kann.

Gleiche Menge Topinambur und Äpfel (je ca. 500 Nettogewicht, also geputzt) waschen, schälen und in Stücke schneiden. 150 g durchwachsenen Speck würfeln und auslassen. Topinambur dazu geben. Nach 5 Minuten die Äpfel in den Topf geben. Bissfest garen, die Äpfel dürfen nicht zerfallen. Mit Sahne, Gewürzsalz, reichlich Majoran und etwas Joghurt, 1.5%, abschmecken.

Kalt ist mir der Topinamburgeschmack noch immer zu intensiv, warm ergänzt er sich mit den Äpfeln aber sehr gut.

Man sollte beim Topinamburverzehr natürlich berücksichtigen, dass das enthaltene Inulin zu starken Blähungen führt, wenn man daran nicht gewöhnt ist. Tatsächlich kann man die Darmflora daran gewöhnen und die Verdauung wird dann ruhiger. Zum trainieren genügen auch kleinere Mengen Topinambur.

Wenn ihr auch noch ein leckeres Rezept kennt, schreibt es gerne in die Kommentare.


Vielleicht komme ich jetzt im Winter auch wieder mal zum bloggen und kann ein paar Artikel aus dem Sommer nachreichen.

Freitag, 17. August 2012

Und die Stockrosen blühen so schön im Permakulturbeet

Stockrosenblüte
Weil es zufällig grad passt, nimmt meine Freude auch an der "Freitag ist Freutag" Blogparade teil. Nun seht aber selber, warum ich mich über mein Permakulturbeet einmal mehr freue. Es ist nicht nur interessant und toll, es ist auch schön! Das Foto ist schon ein paar Tage älter, aber diese Stockrosenpracht war wochenlang eine Freude für den Betrachter.
Stockrosen Permakulturbeet fern
Auch die gelben Ringelblumen passen gut dazu, auch wenn die Hummeln die Stockrosen eindeutig bevorzugen.
Stockrosen Permakulturbeet nah
Inzwischen sind die Ringelblumen verblüht, die Stockrosen blühen auch schon weniger. Dafür blühen jetzt die Topinambur und die Minze. Unter den ganzen buschigen Pflanzen wächst kaum Unkraut. Nur an der Seite wachsen besonders die Quecken immer wieder rein. Ein Minibeet mitten in der Wiese hat halt auch Nachteile.

Sonntag, 17. Juni 2012

Rehbock verwüstet Topinambur

Entweder der Rehbock ist über den 1,50 m hohen Zaun gehüpft, oder das Tor stand offen. Jedenfalls war das gehörnte Monster im Garten und hat über die Hälfte der Topinamburpflanzen gefegt, also sein Geweih daran gescheuert, bis sie abgeknickt oder abgebrochen sind.
Gefegte Topinambur 3 Gefegte Topinambur 2 Gefegte Topinambur 1
Die Topinambur werden es überleben, auch wenn sie natürlich durch den bösartigen Angriff geschwächt sind. Wir sind jedenfalls froh, dass der Rehboch keine Beerensträucher malträtiert hat. Mit ein paar Topinamburknollen weniger können wir leben, dafür haben wir ja reichlich angepflanzt in diesem Jahr.

Trotzdem dürfte der Bock gerne eine Ladung Blei abbekommen, wer weiß, was er noch so anstellt.

Montag, 27. Juni 2011

Da liebäugelt man mit Jagdwilderei!

Diese ******* ******** ********* ********** Rehe!

Es werden immer mehr und sie werden immer dreister. Wenn sie im Winter bis ans Haus kommen und alles abfressen, habe ich dafür ja noch ein gewisses Verständnis. Im Sommer muss das aber wirklich nicht sein. In unserem Garten stormern mindestens zwei Rehe herum. Ein Bock mit nur einer Stange und eine Ricke. Ein Kitz habe ich bisher nicht beobachten können. Die unwillkommenen Gäste spazieren kreuz und quer durch den Garten. Sie sind richtige Feinschmecker und fressen meist die Spitzen der Pflanzen, sowie besonders schmackhaftes Gemüse. Besonders gerne mögen sie Blätter und unreife Früchte von Äpfeln und Birnen. Die unteren Zweige sind ziemlich kahl. Selbst vor einem Apfelbäumchen (Uelzer Rambuhr) auf der Terrasse!!! haben sie nicht Halt gemacht.Rehfraß an jungem Uelzer Rambur

Mal naschen sie hier, mal dort. Dabei sind sie auch garnicht scheu. Selbst wenn jemand aus der Tür tritt, laufen sie nur ein paar Meter weiter und drehen sich dann erstmal um. Nichtmal von Böllern lassen sie sich mehr beeindrucken. Sie kommen derartig dich heran, dass ich sie problemlos vom ersten Stock aus mit einem gezielten Blumentopfwurf erlegen könnte.

Als wäre es nicht schlimm genug, dass sie alles anfressen (besonders Spitzen und Triebe)! Der Bock meint noch immer sein Gehörn scheuern zu müssen. Damit hat er mir im Frühling schon ein paar kleine Bäumchen gekillt, sollte also lange damit fertig sein, den Bast abzustreifen. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass er nur eine Stange hat. Möglicherweise juckt es ihn noch immer auf der anderen Seite. Meist vergreift er sich nur an den Dillpflanzen, von denen wir zum Glück reichlich haben. Nun hat er sich aber auch an meine Topinambur herangetraut, die den Angriff aber zum Glück einigermaßen überstanden haben.

Später Fegeschaden an Topinambur

Außerdem haben die Rehe unsere Erdbeerpflanzen gefressen, so dass wir praktisch keine Ernte haben. Der Abschussplan sieht vor, dass acht Rehe geschossen werden. Vier davon sind als Fallwild kalkuliert, kommen also ohne Zutun des Jägers unters Auto. Vier Rehe müssen also noch geschossen werden, wobei vier Stück wohl ohnehin schon ausgewählt sind, weil sie "eine Macke haben", also z.B. nur eine Stange, wie der Bock, der bei uns herumläuft. Bei den vielen Rehen, die man selbst tagsüber hier sieht, scheint mir die Population doch etwas groß zu sein und sie ist wohl auch in den letzten Jahren gewachsen.

Wir haben schon in Erwägung gezogen, einen Teil des Gartens mit einem Wildschutzzaun abzusichern, um wenigstens das Gemüse und die kleinen Bäumchen schützen zu können, allerdings ist das Zaungeflecht mit ca. 2 € pro laufender Meter nicht ganz billig. Auch bei der Zaunhöhe sind wir uns noch nicht sicher, ob 1,80 Meter ausreichen würden, oder ob die Rehe noch drüberspringen. Hat jemand vielleicht Erfahrung mit dem Einzäunen gegen Rehe?

In Anbetracht der nicht ganz geringen Strafandrohung von bis zu drei Jahren für Jagdwilderei, werde ich vom eigenhändigen Erlegen der Rehe wohl Abstand halten. Wenn ich eines mit dem Blumentopf treffen würde, wäre das wohl außerdem noch unwaidmännisch und würde mit drei Monaten bis fünf Jahren bestraft werden. Ich fürchte, es hilft auch nicht viel, wenn ich mich dann auf Gartennotwehr berufe.