Freitag, 20. Dezember 2013
Bilder aus einem Zwei-Röhren-Luftschutzbunker in Hamburg-Eppendorf
Eingang:
Der Bunker besteht aus zwei Röhren, die nebeneinander liegen und einen gemeinsamen "Eingangsflur" und einen gemeinsamen Notausstieg haben.
Linke Röhre:
Rechte Röhre, die Bänke sind nicht original, aber so ähnlich, nur vielleicht noch etwas enger kann man sich das wohl vorstellen.
Am Ende der Röhren führ je eine niedrige Tür zum Notausstieg.
Der Notausstieg:
Bemerkenswert fand sich noch, dass der Bunker nur eine sehr bedingte Sicherheit bot. Einem direkten Treffer hätte er nämlich nicht stand gehalten. Er schützte aber vor Trümmern, Rauch und Staub.
Freitag, 26. April 2013
Wenn ich einmal traurig bin, kauf ich einen Korn...
Als Trostkauf habe ich immerhin eine Flasche Strothmann Kornett Kornbrand 38 % für 3 € ergattern können. Laut dem Preisschild hat er zu DM-Zeiten bei Inter Spar mal 13,49 DM gekostet. Inzwischen gibt es das Produkt wohl nicht mehr im Handel. Der Korn sollte aber ungefähr identisch sein mit dem Strothmann Doppelkorn 38 %, der im Onlineshop 7,29 € plus Versand kostet.
Die Flasche ist natürlich ungeöffnet. Wenn uns mal überraschend der Wodka für unseren Aufgesetzten ausgeht, könnte man den Doppelkorn als Ersatz nehmen. Es soll aber ja auch Leute geben, die Korn pur oder mit Cola ganz gerne mal so trinken.
Sonntag, 10. Februar 2013
Der Garten der Alma de l'Aigle in Hamburg - ein Jammer!
Der Garten ist eines der letzten Zeugnisse von Eppendorf, bevor es seinen heutigen, städtischen Charakter erhielt. Der Park umfasst allerdings nur ein Drittel des ursprünglichen Grundstücks. Als besonders wichtig wird auf den Schautafeln der alte Obstbaumbestand dargestellt, über den Alma de l'Aigle auch in ihrem Buch "Ein Garten" geschrieben hat.
Die vor einigen Jahren noch vorhandenen Bäume hat Meinolf Hammerschmidt für einen Themengarten vermehrt.
Heute ist der Garten eine Enttäuschung. Der Zugang über den Lokstedter Weg 102 ist nur schwer zu finden. Ist man schließlich angekommen, unterscheidet sich die Grünanlage kaum von jeder beliebigen Anderen. Die Anlage ist einfach schlecht gepflegt worden und der alte Obstbaumbestand kaum noch vorhanden.
Von den Seiten wachsen Brombeerdickichte in die Fläche hinein:
Die andere Seite wird von hohen Robinien vereinnahmt, die den verbliebenen Obstbäumen das meiste Licht nehmen:
Neben etlichen Haselsträuchern machen sich Robiniensämlinge und sogar noch ein weiterer invasiver Neophyt - die Traubenkirsche breit:
Insgesamt steht höchstens noch eine Handvoll der alten Obstbäume, die alle völlig ungepflegt sind. Die einzige Birne ist schon völlig hinüber:
Die Schautafeln sind immerhin alt aber informativ. Man merkt, dass der Garten in den 90ern sehr engagiert in seiner heutigen Form angelegt und dann praktisch nicht mehr, bzw. unprofessionell gepflegt worden ist. Wer ein ruhiges Plätzchen zum Lesen sucht, ist hier leider auch nicht gut aufgehoben. Zwar liegt das Grundstück weit ab der Straße, so dass man vom Verkehrslärm verschont bleibt und es verirren sich auch nicht viele Leute dorthin, ein benachbarter Kindergarten oder eine ähnliche Einrichtung macht aber tageszeitabhängig ordentlich Krach.
Fazit: einen Ausflug sollte man nicht extra planen, um sich den Garten anzusehen, ein kleiner Spaziergang lohnt sich aber schon.
Dienstag, 21. August 2012
Der Elberadweg von Prag bis Hamburg - Ausrüstung und Urlaubsplan
Der Reiseplan:
Wir haben uns 3 Wochen Zeit genommen, letztlich waren wir aber nur zwei Wochen unterwegs. Dennoch war es nicht verkehrt, etwas mehr Zeit einzuplanen, damit man nicht hetzen oder mit der Bahn zurückfahren muss. Von 14 Tagen entfiel ein Tag auf die Anreise und jeweils ein Tag auf die Besichtigung von Prag und Dresden, so dass wir 11 Tage wirklich gefahren sind. Die Gesamtstrecke hatte knapp 900 Kilometer. Wo möglich haben wir Zeltplätze genutzt, wo das nicht ging, sind wir auf richtige Unterkünfte ausgewichen.
Ausrüstung:
Als Kartenmaterial hatten wir die beiden Bikeline-Karten zum Elberadweg dabei (Teil 1 Prag - Magdeburg, Teil 2 Magdeburg - Cuxhaven). Allerdings hatten wir uns die Karten geliehen und nicht darauf geachtet, wie als sie waren. Daher hatten wir eine Auflage von 2005, die leider an vielen Stellen nicht mehr ganz aktuell, insgesamt aber trotzdem sehr hilfreich war. Die neuen Auflagen sind zudem Wetterfest und die meisten Radler, die einen größeren Abschnitt gefahren sind, hatten diese Karten.
Die richtige Ausrüstung kann ziemlich teuer sein, wir sind aber weitgehend mit vorhandenem Material gefahren. Wir hatten natürlich 28er Trekkingräder dabei, dazu Satteltaschen mit Koffer und darauf das Zelt, bzw. die Luftmatratzen geschnallt.
Ganz wichtig auch die Lenkertasche, bzw. ein Fahrradkorb am Lenker, damit man seine Wertsachen, Getränke, Fotoapparat, etc. immer im Blick und griffbereit hat.
Praktischer als unsere Satteltaschen sind neuere Modelle, die wirklich Regenfest sind. Zwar gibt es Plastiküberzüge zu den Satteltaschen, aber auf Dauer halten die auch nicht dicht und umständlich sind sie auch.
Wenn man nicht total beengt schlafen möchte, empfieht sich außerdem für zwei Personen ein Zelt für 3-4 Personen. Dann hat man genug Platz und kann auch das Gepäck noch mit im Zelt unterbringen. Wir hatten ein einige Jahre altes 4er-Zelt für damals unter 100 € und waren ganz zufrieden damit.
Man sollte allerdings lieber ein paar Erdnägel in Reserve mitschleppen, da man sie leicht verliert und noch leichter verbiegt.
Als "Betten" hatten wir ganz normale Mumienschlafsäcke dabei, die bei Temperaturen nicht unter 11 °C gereicht haben, außerdem alte Luftmatratzen, wie man sie auch zum Baden nimmt. Im Prinzip hätten die auch gereicht, wenn sie auch praktisch keine Isolationswirkung haben. Leider war bei einer Matratze aber die Naht zwischen zwei Kammern aufgegangen, so dass sie eine größere Kammer bildete und man immer schief lag, die andere fing nach einigen Tagen an Luft zu verlieren. Außerdem sind sie relativ schwer. Mit einer guten Isomatte mit kleinem Packmaß ist man besser beraten. Meine Freundin hat sich unterwegs dann auch noch eine gekauft.
Für das leibliche Wohl unerlässlich war außerdem die Kochausrüstung, mit der wir uns ziemlich gutes Essen gezaubert haben, wenn eine richtige Küche auch komfortabler ist.
Wir haben uns diesmal für den Gaskocher entschieden, während wir auf unserer letzten Radtour einen Spirituskocher hatten. Das Gas hat sich bewährt. Man kriegt den Kocher leichter an, er lässt sich besser regulieren und entwickelt bei Bedarf auch mehr Hitze. Wünschenswert wäre ein Deckel für den Topf gewesen, es ging aber auch so.
Bekleidungstechnisch war meine Freundin mit einer Radlerhose gut ausgerüstet, während meine Normalen kurzen Hosen und Boxershorts schnell zu unangenehmen Druck. und Scheuerstellen am Allerwertesten geführt haben. Ein Gelpolsterüberzug für den Sattel hat etwas Linderung gebracht und war mit rund 10 € auch preislich in Ordnung, das hat aber noch nicht gereicht. In Magdeburg habe ich mir daher eine reduzierte kurze Hose mit Polster gekauft, die immer noch 60 € gekostet hat, ihr Geld aber Wert war. Wesentlich günstiger sind eng anliegende Radlershorts, die es auch manchmal beim Discounter gibt. Den engen Schnitt an den Oberschenkeln empfinde ich aber als unangenehm.
Mehr von den einzelnen Reisetagen gibt es in den kommenden Tagen.
Freitag, 23. März 2012
Winterfotos 2012 - Alstereisvergnügen 11.02.2012
Blick von der Krugkoppelbrücke:
Und unten vom Bootssteg:
Und dann hat meine Kamera noch eine spaßige Panoramafunktion (müsste man wohl eigentlich größer anzeigen lassen, aber dann passt es irgendwann nicht mehr ins Blogformat...)
Jedenfalls war es ziemlich witzig, mal mehrere Kilometer übers Eis zu Schlittern, die Gelegenheit hat man schließlich nicht jedes Jahr. Trotzdem bin ich froh, wenn der Winter uns nun für dieses Jahr erstmal in Ruhe lässt und die Gartensaison richtig losgeht.
Samstag, 10. September 2011
Guerilla Gardening in Hamburg St. Pauli
Der Platz um einen Straßenbaum ist mit Kapuzinerkresse, Sonneblumen und einigen Kartoffeln bepflanzt. Sieht schön aus! Am dazugehörigen Haus stand dann auch der passend bepflanzte Blumenkübel. Vermutlich also das Werk eines Hausbewohners. Ich gratuliere zum Garten! Ich habe mich jedenfalls darüber gefreut.
Wenn ihr selber Guerilla Gardening betreibt oder irgendwo gesehen habt, berichtet gerne davon und schreibt einen Kommentar, wenn ihr Bilder zeigen möchtet auch gerne eine Email.
Dienstag, 17. Mai 2011
Spaziergang durch die Wallanlagen und leider Vandalismus
Letzten Sonntag hatten wir etwas Wartezeit zu überbrücken und sind daher mal ein paar Minuten durch die hamburger Wallanlagen (U-Messehallen) spaziert. Prägendes Element sind die Wasserflächen und -spiele. Besonders schön für den Erholungswert sind die vielen gemütlichen Holzsessel, die auf den Rasenflächen stehen.
Weniger schön, dass auch hier Spuren des leider allgegenwärtigen Vandalismus zu finden sind, besonders auffällig dieser Stuhl im Wasser.
Toll ist auch, dass man auch direkt im Wasser sitzen kann, man sollte aber auf seine Füße achten und vor allem nicht aufstehen, wenn man etwas lose auf dem Schoß liegen hat - insbesondere nicht die Hülle des Fotoapparates...
Samstag, 14. Mai 2011
Wie lege ich eine Feuchtwiese in der HafenCity an?
Hier ein paar Imressionen vom heutigen Wochenendspaziergang durch die Hamburger Hafencity. In einem kleinen Park hinter dem Amerika-Zentrum ist man offenbar gerade dabei ein Feuchtbiotop anzulegen.
Beste Methode scheint dabei das permanente Bewässern mit Rasensprengern zu sein, völlig unabhängig vom Wetterbericht oder tatsächlichen natürlichen Niederschlägen. So konnten wir dann dieses Bild bewundern:
Das Ergebnis dieser Wasserhaushaltspolitik sieht dann etwa so aus und quatscht kräftig unter den Füßen.
Damit dennoch keine dauerhafte Seenlandschaft entsteht, hat man aber immerhin daran gedacht, einen Gulli mitten in den Rasen zu setzen...
Außerdem waren wir noch im Zollmuseum, das für 2 € pro Person ein ordentliches Preisleistungsverhältnis bietet. Die Besichtigung dauert eine gute Stunde, leider waren wir erst eine Stunde vor Schluss da, so dass mir einige Texttafeln entgangen sind. Die Geschichte des Zolls wird von römischer Zeit bis heute dargestellt, im Erdgeschoss gibt es außerdem einige Exponate aus ganz neuer Zeit, die den Einfallsreichtum im modernen Schmuggelgeschäft belegen.