Montag, 12. Januar 2015

Bohnenpaket gewonnen!

Ich habe bei einer Verlosung auf dem Gartenreich-Blog von Marie mitgemacht und eines von zwei Samenpaketen 11 unterschiedlichen Bohnensorten gewonnen.
Bohnehnsamenpaket Verlosungsgewinn
Vielen Dank liebe Marie!

Enthalten sind auch einige alte oder ungewöhnliche Sorten.

Hier mal die Liste der enthaltenen Samen:
- Ungarische Reisbohne
- Cranberry Flieder
- Bamberger Blaue
- Amish Gnuddel
- Cocos de Boheme
- Black Pencil Pod
- Inka Pea Bean
- Käfer Bohne
- Monstranzbohne (Engelsbohne)
- Early Warwick
- Stop (eigenartiger Name für eine Bohne)

Außerdem ein Tütchen mit Mariendistelsamen. Allerdings werde ich die eher nicht säen, da wir schon genug heimische Disteln haben und die Art wohl invasiv sein kann.

Ich bin schon sehr gespannt auf die Bohnen und hoffe, dass sie die kommenden Taube-, Reh- und Schneckenattacken überstehen werden.

Samstag, 10. Januar 2015

Rums! Da liegt der Apfelbaum!

Gestern war richtiges Weltuntergangswetter. Sturm, Starkregen, Hagel. Dazwischen mal nur sehr windig. Heute geht es etwas gemäßigter aber noch immer stürmisch weiter.

Den toten Cox Orange vor der Terrasse hat der Wind aus dem völlig durchweichten Boden gehebelt.
Apfelbaum vom Sturm gefällt
Das ist in diesem Fall ausnahmsweise mal sehr erfreulich. Der Baum hat im letzten Frühjahr einfach nicht mehr ausgetrieben und war also schon tot. Wir wollten ihn sowieso in diesem Winter fällen. So müssen wir weder den Wurzelballen ausgraben, noch einen Baumstumpf stehen lassen, der dann beim Mähen im Weg ist. Baum zerlegen, etwas Erde ins Loch und fertig.

Zum Glück ist der Baum auch nicht auf den jungen Pfirsichsämling im Vordergrund gefallen, den ich von den Eltern einer guten Freundin bekommen habe.


Donnerstag, 8. Januar 2015

Ausgewählte Weihnachtsgeschenke

Ich möchte euch ein paar mehr oder minder gartenrelevante Weihnachtsgeschenke zeigen.
1. Vanille-Orchidee
Mal sehen, ob sie sich auf der Fensterbank mit den anderen Orchideen wohl fühlt. Eigentlich soll man sie im Winter wegen der kurzen Tage wohl kühl und bei hoher Luftfeuchte lagern. Solange sie gut aussieht, bleibt sie aber bei den anderen Orchideen und wird wie diese gepflegt. Die Pflanze stammt aus privater Vermehrung und wurde von der Schenkerin über die ausgesprochen praktischen Ebay-Kleinanzeigen organisiert.

2. Wathose
Eine konkrete Verwendung habe ich dafür zwar nicht, aber man kann sie bestimmt mal gebrauchen.

3. Luffa-Seifenkissen
Wer Stückseife benutzt, kennt das Problem. Bei Seifenschalen ohne Abtropfgitter weicht die Seife völig auf und Abtropfgitter bringen zwar was, aber lösen das Problem auch nicht ganz. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Seifenkissen bewährt. Angeblich soll man mit der darin gesammelten Seife dann gleich das Waschbecken putzen können. Ich benutze es seit gut zwei Wochen und die Seife trocknet tatsächlich besser ab, als in meiner bisherigen Seifenschale. Allerdings ist der Einsatzort nicht das meistbenutzte Waschbecken, so dass der Härtetest noch aussteht.

4. Kupfertuch
Ein Putztuch mit eingewebten Kupferfäden. Mit dem relativ weichen Kupfer sollen sich Verschmutzungen auf z.B. Glasoberflächen mechanisch entfernen lassen, ohne die Oberfläche zu zerkratzen. Sozusagen die sanfte Alternative zur Stahlwolle. Ich habs noch nicht ausprobiert.

5. Gefütterte Arbeitshandschuhe
Sind schon in benutzung und werden nur mit viel Glück diesen Winter überstehen.

6. Buchardts Renette / Netzrenette / Burchardts Netzrenette
Bislang nur als Gutschein habe ich einen Apfelbaum der Sorte Burchardts Renette, bekannt auch als Netzrenette. Es handelt sich um eine seltene alte Obstsorte, die erst noch veredelt wird. Ich habe mich für die Hochstammunterlage entschieden. Die Sorte haben wir auch schon aus eigener Veredelung auf der kleinwüchsigen M9-Unterlage, veredelt von einem Straßenbaum und bestimmt durch Meinolf Hammerschmidt. Ich bin gespannt, ob die Äpfel dann wirklich zur selben Sorte gehören und wie die Unterlage sich auf die Äpfel auswirkt. Dauert beim Hochstamm natürlich noch sehr lange...

Erfahrungen mit meinen Geschenken? AUch was Tolles zu Weihnachten bekommen? Schreibt gerne einen Kommentar!

Sonntag, 28. Dezember 2014

Jahresrückblick 2014

Wie euch vieleicht aufgefallen ist, habe ich ab August keine Blogartikel mehr verfasst. Irgendwie fehlte es mir sowohl an Zeit, als auch an Lust dafür.

Dafür nun eine kleine Zusammenfassung, was in Haus und Garten so passiert ist.

Gründüngung: Die Phacelia aus dem Nibelung-Paket ist aufgelaufen und wurde immer fleißig vom Reh beerntet. Das alte Saatgut ist hingegen nicht mehr gekeimt. Kein Wunder, es dürfte mehrere Jahre Frost bekommen haben. Jetzt lagert das Saatgut für die Gründüngung frostfrei.

Chaosgartenerweiterung: Nach Abmähen eines wahren Raps-Kamillie-Dschungels sind ganz viele fiese Disteln gekommen. Es bleibt wohl nur, die Disteln irgendwann bei frostfreiem Wetter abzustechen. Sind wirklich ganz schön viele... Außer den Weihnachtsbäumchen sind noch keine weiteren Bäume gepflanzt, aber zu Weihnachten habe ich eine Auftragsveredelung von Burchardts Netzrenette geschenkt bekommen, die dort als Hochstamm stehen soll. Wegen der Erweiterung sind wir jetzt außerdem zwangsweise Mitglied in der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft.

Apfelernte: Die Apfelernte ist komplett ausgefallen. Die Bäume sind von Raupen völlig entlaubt worden. Im zeitigen Frühjahr müssen unbedingt Leimringe ran. Für rund 100 Bäume eine ziemlich Aufgabe. Über wirklich preiswerte Raupenleimrezepte würde ich mich sehr freuen. Meine Idee ist derzeit, statt Papierstreifen abgelaufene Mullbinden zu verwenden. Leider sind die Stämme überwiegend borkig, so dass es schwierig wird, den Leim enganliegend aufzubringen. Fazit: nichtmal genug Äpfel für Saft, geschweige denn zum Verkauf an eine Mosterei. Die Mosterei, der wir im letzten Jahr unsere Äpfel gebracht haben, hat aber eh dicht gemacht. Immerhin ein paar Kisten zum Essen sind noch dran gewesen, die aber natürlich dann auch mühseliger zu pflücken waren.

Quittenverarbeitung: Quitten waren etwas weniger als sonst, dafür in diesem Jahr wieder fast ohne Blattbräune an den Früchten. Außerdem habe ich in diesem Jahr ein paar Kisten nicht mit dem Dampfentsafter, sondern kalt mit der Spindelpresse entsaftet. Das gibt einen etwas anderen Saft, den ich persönlich noch besser finde als den Dampfentsafteten. Der Arbeitsaufwand ist vergleichbar, vielleicht etwas niedriger. Allerdings muss man schon viel am Stück machen, damit sich der Aufbau und das Aufräumen hinterher lohnen. Mein Traum bleibt eine Hydropresse, die mit Druck aus der Wasserleitung presst. Ist nämlich eine ziemliche Knochenarbeit mit der Spindelpresse.

Chilis und Kürbisse: Wir haben die Anzuchten ausgerechnet am Tag vor dem letzten Frost nach draußen gepflanzt. Auch eine notdürftige Abdeckung hat nicht alle Schäden verhindert. Entsprechend waren die Chilis stark im Wuchs gehemmt und brauchten ewig, bis sie wieder in die Gänge gekommen sind. Bei den Kürbissen ist ein großer Teil eingegangen. Wir haben dann Kürbisse nachgelegt, die auch recht gut gekommen sind. Das Reh hat sich in diesem Jahr von den Chilis ferngehalten und andere Sachen gefressen, so dass wir letztlich noch eine gute Chiliernte hatten - die Letzte noch im November wegen der warmen Witterung.
Bei den Kürbissen, die überweigend aus einem Samenpaket einer Bloggerkollegin stammten, sind Sorten rausgekommen, die nicht vorgesehen waren. Trotzdem hatten wir reichlich Kürbisse zund Zucchinis und Butternut und Hokkaido lagern immer noch in der Waschküche.

Rehe: Die Rehe haben wieder einigen Schaden angerichtet, z.B. die Apfelbäumchen in den Blumentöpfen an der Auffahrt angeknabbert. Außerdem haben sie den extra abgedeckten Grünkohl trotzdem gefressen. Erst war nur ein dünnes Netz von Aldi drauf, das haben sie stellenweise gleich mitgefressen. Bei dem zusätzlichen zweiten Netz haben sie es dann geschafft, die Köpfe drunter zu bekommen und ca. die Hälfte der Ernte aufzufressen. Den Rest haben wir dann notgeerntet.

Weihnachtsgeschenke: gefütterte Arbeitshandschuhe, eine Vanille-Orchidee, ein Gestell für ein Insektenhotel, das noch befüllt werden muss und eine Wathose - wofür auch immer.

Werbegeschenke: Leider war die Post in diesem Jahr, auch wegen meiner Blogpause nicht sehr freundlich zu mir und in der zweiten Jahreshälfte gab es nichts zu testen oder rezensieren. Vielleicht ja im nächsten Jahr wieder mehr.




Sonntag, 3. August 2014

Neue Weihnachtsbäume in unterschiedlichen Sorten und ihr Schutz

Wie bereits angekündigt haben wir am Anfang des Jahres neue Weihnachtsbäume gepflanzt, um auch in Zukunft möglichst jedes Jahr einen Baum aus dem eigenen Garten zu haben.

Für kleine Mengen je Pflanze schien uns "Die Forstpflanze" der günstigste Anbieter zu sein, also haben wir dort bestellt.

Nordmannstannen mögen wir nicht so, weil sie nicht duften. Serbische Fichten haben wir noch und Blaufichten sind zu stachelig. Also haben wir jeweils zwei Pflänzchen Nobilistanne, Koreatanne, Korktanne, Frasertanne, Veitchstann, Silbertanne/Koloradotanne/Grautann und Nikko-Tanne bestellt. Pro Bäumchen waren zwischen 1,95 € und 2,45 € fällig.

Die Bäumchen haben wir in zwei versetzten Reihen mit einem Abstand von jeweils 1,50 Metern zwischen den Reihen und den Bäumen gepflanzt. Jeder Baum hat außerdem ein ca. Stück von ca. 1 x 1 Meter Unkrautvlies bekommen, damit er in der Wiese nicht völlig einwächst. Da uns zunächst der Draht fehlte, haben wir die Weihnachtsbäumchen zunächst mit zwerschlissesen Netzen abgedeckt. Dieses Provisorium war nicht gerade ideal. Einmal mussten wir ein Fasanenküken befreien und außerdem wuchs das Unkraut munter durch das Netz.

Ursprünglich wollten wir das ganze Stück mit den Weihnachtsbäumen einzäunen, davon sind wir aber wieder abgekommen und haben uns doch für einen Einzelschutz entschieden. Der Wildschutzzaun steht jetzt auch schon monatelang in der Garage, aber es ist immer so viel Dringenderes im Garten zu tun gewesen...

Als der Nachbar einen schon deutlich in Mitleidenschaft gezogenen Wildschutzzaun abgerissen hat, durfte ich den verwenden, da er sonst nur auf dem Schrott gelandet wäre. Zwar war das Entkrauten, Zurechtbiegen und Zuschneiden des alten Zauns auch eine ordentliche Arbeit, aber es schont die Gartenkasse, wir können den neuen Zaun für ein anderes Projekt verwenden und dort, wo die Weihnachtsbäume stehen, kommt es auf Optik eh nicht an, zumal der Schutz nur für einige Jahre gedacht ist.

In der Sparvariante hat also jedes Bäumchen einen angespitzten Pfahl aus dem Feuerholzstapel oder einen schonmal abgebrochenen Pfahl zur Befestigung der jeweils ca. 2 Meter Drahtgeflecht bekommen. Vorher musste aber noch as Unkraut entfernt werden, dass über das Vlies hing und das alte Netz musste auch runter. Das war allerdings leichter gesagt, als getan. Völlig eingewachsen. Schließlich hatte ich das Netz runter, aber es hing noch jede Menge Kraut mit drin. Das Net hatte außerdem schon auf die Bäumchen gedrückt und einige Spitzen verbogen. Eine Amselleiche habe ich dabei leider auch noch gefunden.

So sieht der Sparschutz dann letztlich aus. Die Bäumchen sind alle angewachsen, wenn auch nicht alle gleichermaßen gut - aber das wird schon noch.


Fazit: Das mit dem Netz war keine gute Idee und hat zusätzliche Arbeit gemacht (das Netzt habe ich anschließend auch noch über eine Stunde vom Unkraut befreit, um beides richtig entsorgen zu können). Andererseits gäbe es dann nicht so einen schönen Recyclingschutz.

Wenn alles gut geht, müssen wir in 4 Jahren die ersten Bäumchen fällen, damit sie sich nicht gegenseitig ins Gehege kommen. Da wir allerdings nur Deckenhohe Weihnachtsbäume verwenden, werden wir die dann wohl verkaufen.

Montag, 28. Juli 2014

Mein erstes Mal Gründünger (Phacelia)

In einem Garten wie dem unseren sollte man meinen, dass Gründüngung eine Selbstverständlichkeit ist. Meine Eltern haben auch immer einen Vorrat Gründüngersaat im Haus. Nur an der Umsetzung hapert es immer. So ist denn das vorrätige Saatgut schon 2009 abgelaufen. In den letzten Jahren ist also aus den Gründüngungsvorsätzen nichts geworden.

Neuer Anlauf, erstmals ich persönlich. Zwei kleine Flächen sind aktuell frei. Einmal der Platz, wo die Frühkartoffeln standen (ca. 23 Quadratmeter) und einmal der Platz, wo wir gerade die alten Erdbeeren gerodet haben (ca. 30 Quadratmeter).

Für das erste Stück habe ich neues Saatgut aus dem Paket von Nebelung verwendet. Die Menge soll 4 g pro Quadratmeter sein, ich habe also 100 g genommen.
Für das zweite Stück habe ich ebenfalls Kiepenkerl-Saatgut genommen, allerdings eben das  - wenn ich das Etikett richtig deute - 2009 abgelaufene.
Beide Saaten sind von der selben Sorte "Lisette".

Ich habe mit dem größeren Stück, wo die Erdbeeren standen, angefangen. Wegen des überlagerten Saatguts habe ich auf die 30 Quadratmeter zunächst 180 g genommen. Leider habe ich mich beim Säen mit der Hand verschätzt und musste deswegen noch 100 g dazu nehmen. Ich hoffe, dass Saatgut ist noch einigermaßen keimfähig. Ist insofern auch ein kleiner Test. Eine Keimprobe habe ich nicht extra gemacht.
Beim zweiten Stück bin ich mit dme 100 g Saat besser klar gekommen, allerdings dürfte bei beiden Stücken die Saat etwas ungleichmäßig verteilt sein.

Hat vielleicht jemand einen guten Tipp, wie man mit der Hand einigermaßen gleichmäßig sät, oder ist das einfach a) unmöglich und b) übungssache?

Donnerstag, 24. Juli 2014

Gelber Kürbis - Was bin ich?

Unser Kürbisanbau ist in diesem Jahr reichlich chaotisch. In einem Anflug negativer Genialität haben wir die vorgezogenen Pflanzen einen Tag vor dem letzten Frost gepflanzt. Ein notdürftiger Schutz hat nicht allen Pflanzen gereicht und die Nacktschnecken haben sich um viele der geschwächten Exemplare gekümmert.
Um das Chaos perfekt zu machen, haben wir dann in den Lücken mit Samen nachgelegt und dadurch hat sich dann die ganze Dokumentation erledigt.

Nun ist es schwierig, die Kürbisse wieder ihren Sorten zuzuordnen. Wäre vielleicht egal, aber wir müssen ja wissen, welche Früchte wir jung ernten müssen und welche lagerfähig sind und bei welchen es sich vielleicht um Zucchine (auch Kürbisgewächse) handelt...

Ein Kürbis gibt uns besondere Rätsel auf, denn er lässt sich nicht mal ansatzweise einer Sorte zuordnen, die wir gesät haben. Eventuell ist da was beim Saatgut (teilweise aus privater Quelle) durcheinander gekommen.

Wer kennt diesen Kürbis? Er ist zunächst grün, wird aber sehr schnell gelb. Das Fruchtfleisch hat praktisch keinen Eigengeschmack und der Kernanteil ist sehr hoch.

Vielleicht hat auch jemand einen Vorschlag zur Verwendung. Ich tendiere zu Chutney.